ideenkicker.ch – Erfolg ist kein Selbstläufer

Ideenkicker.ch, einzigartige Crowd-funding-Plattform für Ideen und Projekte der Region Lenzburg Seetal, richtet sich an Einzelpersonen, Vereine, Unternehmen, Institutionen oder an die öffentliche Hand. Projekte und Ideen finden auf diesem regionalen Online-Treffpunkt ihre Unterstützer. Erfolgreiche Ideen benötigen eine gute Planung und Vorbereitung – sowohl bei der Auswahl des Projektes als auch bei der Kommunikation.

Die Crowdfunding-Plattform ist in Zusammenarbeit mit dem Lebensraum Lenzburg-Seetal und der Hypothekarbank Lenzburg AG entstanden.

Projekt – was es zu beachten gilt

Idealerweise erfüllen Projekte einen Zweck für die Allgemeinheit und nicht nur ein persönliches Bedürfnis einer Einzelperson. Entsprechend stellt sich hier auch die Frage nach den potenziellen Ideenunterstützern. Warum soll das Projekt gefördert werden? Wer könnte die Idee finanziell unterstützen und weshalb? Was wäre der Nutzen und wer profitiert? Für was wird das Geld eingesetzt?

Zu überlegen ist jeweils, was man selber wissen möchte, damit man ein Projekt mit dem eigenen Geld unterstützen würde.

Text, Bild und Video sollen die Botschaft transportieren

Zentral ist ein guter Projektbeschrieb. Text, Bild und, wenn möglich, ein Video sollen informativ und emotional die zentralen Botschaften transportieren. Für kleinere und mittlere Fundingbeträge reicht ein gutes, selbst gemachtes Video (1–3 Min.). Der Ideengeber als Person muss verständlich kommunizieren, wer er ist, was er macht, wie er auf die Idee gekommen ist, was ihn antreibt, warum er kompetent ist für die Umsetzung der Idee.

Das Fundingziel muss realistisch sein. Der durchschnittlich ausbezahlte Betrag auf der Crowdfundingplattform wemakeit betrug im Zeitraum 2012– 2015 5300 Franken. Selbstverständlich sind auch Projektteilbeträge via ideenkicker.ch zu finanzieren.

Die ideale Laufzeit für die Finanzierungsphase einer Crowdfunding-Kampagne liegt erfahrungsgemäss zwischen 30 und 45 Tagen. Die maximale Laufzeit liegt bei 90 Tagen.

Wichtig sind die Gegenleistungen. Das Grundprinzip von Crowdfunding ist nicht die Spende, sondern das Sponsoring. Das bedeutet, dass die Ideenunterstützer eine Gegenleistung für ihren Beitrag erwarten. Ideal sind nicht zu viele, aber verschiedene Gegenleistungen, so kann jeder etwas finden, was ihm gefällt.

Kommunikation als zentraler Erfolgsfaktor

Crowdfunding ist kein Selbstläufer. In den meisten Fällen bedeutet es Arbeit. Es genügt nicht, gute Ideen auf ideenkicker.ch verständlich, kreativ und emotional zu präsentieren, wenn niemand davon weiss! Zum Crowdfunding gehört – wenn es gut läuft – eine Crowd, mit der ein direkter Dialog dazugehört. Ohne Kommunikation tendiert die Chance, Unterstützer zu finden, gegen null. Das persönliche Engagement und Netzwerk sind zentrale Faktoren für den Erfolg.

Es empfiehlt sich zwingend, vorgängig der Projekteingabe eine Kommunikations-Strategie zu definieren.

Vom Start bis zum Schluss sollten Ideengeber sowohl off- als auch online Neuigkeiten und Geschichten zum Projekt kommunizieren. Es gilt zu definieren, wann man wen mit welchen Massnahmen über welche Kommunikationskanäle erreichen will (Social Media, Website, E-Mails, Newsletter, Blogs, Medienarbeit, Veranstaltungen, Flyer, Inserate, Plakate, persönliche Gespräche usw.).

Das persönliche Netzwerk – Freunde, Bekannte, Verwandte, Geschäftskollegen – muss laufend informiert und zum Engagement motiviert werden. Je breiter das Netzwerk, desto grösser ist die potenzielle Gruppe von Ideenunterstützern und desto grösser sind die Erfolgschancen.

Zu beachten ist der regionale Bezug: Bei erfolgreichen Projekten liegt die Distanz zwischen Ideengeber und Ideenunterstützer durchschnittlich bei rund 12 Kilometern.

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