Herzklopfen nicht nur bei den Aktiven

Laufsport Die 34. Durchführung des Lenzburger Laufs zog erneut die Massen an. Total 1503 Laufbegeisterte, rund 300 mehr als letztes Jahr, zelebrierten ihr Sportfest. Darunter auch 874 Schülerinnen und Schüler.

<em>«Dort müssen wir hin!»</em> Vor dem Familienlauf wurde der Streckenverlauf diskutiert.

<em>«Dort müssen wir hin!»</em> Vor dem Familienlauf wurde der Streckenverlauf diskutiert.

<em>Eine von 150 Freiwilligen:</em> Helferin Vreni Blaser drückt einem Schüler nach dem Zieldurchlauf einen Apfel in die Hand.

<em>Eine von 150 Freiwilligen:</em> Helferin Vreni Blaser drückt einem Schüler nach dem Zieldurchlauf einen Apfel in die Hand.

<em>Voller Einsatz für eine gute Note:</em> 874 Schüler absolvierten je nach Altersklasse eine Strecke über 800 oder 2000 Meter. Fotos: Ruedi Burkart

<em>Voller Einsatz für eine gute Note:</em> 874 Schüler absolvierten je nach Altersklasse eine Strecke über 800 oder 2000 Meter. Fotos: Ruedi Burkart

Der vom TV Lenzburg in Kooperation mit Satus Lenzburg organisierte Event ist kein 08/15-Anlass. Neben den klassischen Kategorien für Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen werden auch spezielle Rennen angeboten.

Da wäre zum einen die sympathische Aktion «Charity Stafette», mit welcher das Organisationskomitee um die beiden Co-Chefs Dani Taubert und Christine Wilhelm seit der Premiere 2014 Jahr für Jahr Geld für einen guten Zweck hereinholt.

Diesmal liefen neun illustre Dreierteams, darunter auch das «Team Stadtrat» mit Stadtammann Daniel Mosimann, Franziska Möhl und Andreas Schmid, total 1400 Franken herein. Dieser Betrag kommt heuer dem Spendentopf der sozialen Einrichtung «Orte zum Leben Lenzburg» zugute.

Schüler laufen gratis

Ein grosses Anliegen ist den Organisatoren seit jeher auch die sportliche Lenzburger Jugend. So dürfen Schülerinnen und Schüler der Regionalschule Lenzburg und der Schule Niederlenz seit einigen Jahren gratis am Lenzburger Lauf teilnehmen. Je nach Klasse rennen die Mädchen und Burschen 800 Meter oder zwei Kilometer.

Urheber dieser Idee war vor rund zehn Jahren der frühere Turnlehrer Ruedi Anneler. Co-OK-Chef Taubert: «Er liess seine Schüler bei uns rennen statt den jährlichen Zwölfminutenlauf in der Turnstunde zu absolvieren.» Obligatorisch ist die Teilnahme indes nicht. Aber wer am vergangenen Samstag nur durch Abwesenheit glänzte, muss in einer Turnstunde die Ausdauerprüfung nachholen. 874 sportliche Schüler nahmen die Möglichkeit wahr, den Leistungsnachweis für die Schulnote unter Anfeuerungsrufen des Publikums zu absolvieren.

Der Weltrekordler fehlte

Zu den Hauptkategorien: Bei den Männern gab es einen Heimsieg zu verzeichnen: Der 33-jährige Lenzburger Roger Küng gewann über die 11,6-Kilometer-Distanz in einer Zeit von 42:03 Minuten.

Bei den Frauen war die 40-jährige Zürcherin Alexandra Schaller in 46:19 Minuten die Schnellste, auf Rang drei folgte Gabriela Seiler von der Laufgruppe Staufen.

Zu einem, der vermisst wurde: Vor einem Jahr stellte Heiri Gehring in Lenzburg einen neuen Weltrekord auf. Der 73-jährige Zürcher absolvierte dannzumal seinen 444. Waffenlauf (diese Zeitung berichtete). Bei der 12. Durchführung des Lenzburger Waffenlaufs war er indes nicht vor Ort. Grund: Gehring, er lief eine Woche zuvor am Wohler Pfingstlauf zum 448. Mal mit Packung, lässt es nach Herzproblemen im vergangenen Herbst ein wenig ruhiger angehen. «Es geht mir wieder gut, aber ich hetze nicht mehr an jeden Lauf», meinte Gehring nach getaner Arbeit im Freiamt schmunzelnd.

2019 werde er jedoch wieder in Lenzburg starten, wenn es die Gesundheit zulässt. «Dort gefällt es mir immer sehr gut. Ein wunderbarer Lauf mit einer schönen Strecke. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr.» Apropos: 2019 findet der 35. Lenzburger Lauf am Samstag, 25. Mai, statt.

Ranglisten unter www.lenzburgerlauf.ch.

Nach intensiven Stunden durfte Taubert am Samstagabend schliesslich ein positives Fazit ziehen: «Es lief alles reibungslos. Wir haben einmal mehr einen wunderbaren Lauftag erleben dürfen.» (rubu)

 

Trouble wegen «MS Fortuna»

Organisation Stunden vor dem Startschuss zum ersten Rennen des Lenzburger Laufs schnellte bei Co-Präsident Dani Taubert der Puls schon ein erstes Mal in die Höhe. Grund: Wegen des Abtransports des alten Hallwilersee-Schiffes MS Fortuna kam es in der Nacht zum Samstag zu einer Kollision mit jener Fussgänger-Passarelle, über welche die Läufer die Niederlenzerstrasse queren sollten. «Wir hatten in der Folge einiges zu tun», resümierte Taubert, «aber schliesslich hat sich die Mehrarbeit gelohnt.» Sprich: Die Reparaturarbeiten am frühen Samstagmorgen wurden termingerecht abgeschlossen, die Läufer konnten die gewohnte Strecke unter die Laufschuhe nehmen.

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