Heimatgefühle bei den Jungbürgern
Von Jungen für Junge. Nach diesem Motto wurde die gemeinsame Jungbürgerfeier der Gemeinden Lenzburg und Niederlenz von Lernenden organisiert. «Heimat» und «Barracuda» standen auf dem Programm.

«Wieso seid ihr an diese Feier gekommen?» «Wir freuten uns auf einen gemütlichen Abend mit Freunden und natürlich auf leckeres Essen.» In diesem Sinne fand die Jungbürgerfeier von Lenzburg und Niederlenz statt.
Die Feier wurde organisiert von den Lernenden der beiden Gemeinden. Ist das das Erfolgsrezept? Von Jungen für Junge. Denn es folgte eine beträchtliche Anzahl von Jungbürgern der Einladung zu diesem wichtigen Ereignis.
Gegen halb sechs trudelten alle Jungbürger und Behördenmitglieder langsam beim Zeughaus ein. Dort wartete auf alle ein grosszügiges Buffet. Zuerst blieb es unberührt, da alle mit Begrüssen und Plaudern beschäftigt waren. Doch mit der Zeit konnten die Wenigsten den verlockenden Speisen widerstehen.
Unterbrochen wurde das Schlemmen und das fröhliche Schwatzen nur kurz durch eine Rede zweier Organisatoren. Sie dankten ihren Mitorganisatoren und erläuterten den weiteren Verlauf des Abends: Zuerst stand eine Führung durch die Ausstellung «Heimat» des Stapferhauses im Zeughaus auf dem Programm, gefolgt von einem herzhaften Essen im modernen Restaurant Barracuda in Lenzburg.
Heimat? Eine schwierige Frage
Vor der Ausstellung stimmte eine Museumsmitarbeiterin die Jungbürger auf die bevorstehende Führung ein. «Was ist Heimat für euch?» «Dort, wo ich mich sicher fühle» oder «Dort, wo meine Familie ist» waren zwei von vielen Antworten auf die schwierige Frage.
Dann startete die Gruppe in die abwechslungsreiche Ausstellung. Sie erlebten Heimatgefühle auf unterschiedliche Arten. Als Embryo im Mutterleib oder als Astronaut, der auf die Erde blickt. Trotz schlechtem Wetter wagten sich einige auf das Riesenrad, welches extra für diese Feier in Betrieb genommen wurde.
Nach den behüteten Gefühlen der Heimat eilten die Jungbürger im strömenden Regen zum Restaurant. Dort kamen die meisten durchnässt an. Doch das schlechte Wetter trübte die Stimmung nicht im Geringsten.
Die gemütliche Atmosphäre unterschied sich von der am Anfang nur durch das stärkere Hungergefühl. Hätte man jetzt ein Buffet aufgestellt, wäre es in Kürze leer gewesen.
Motivierende Ammänner
Zum Glück mussten die Feiergäste nicht lange auf das Essen warten. Nach dem Hauptgang hielten der Stadtammann von Lenzburg, Daniel Mosimann, und der Gemeindeammann von Niederlenz, Jürg Link, motivierende Reden. Sie ermutigten die Jungbürger, an ihre Träume zu glauben und ihren eigenen Weg zu gehen. «Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fussstapfen tritt.»
Ausserdem erläuterten die Ammänner den Jungbürgern die Vorteile, aber auch die Konsequenzen des Erwachsenseins. Danach überreichten sie jedem Jungbürger ein Sackmesser mit den beiden Gemeindewappen darauf. Nun steht ihnen nichts mehr im Weg, ihr Leben zu schnitzen.



