Hammerpark-Höhenflüge auch im sechsten Jahr
Freizeit Am letzten Sonntag startete die sechste Saison der Freizeitanlage Hammerpark. Trotz Wind und Regen liess sich niemand die Laune verderben. Das renovierte Bistro öffnete erstmals seit vergangenem Sommer wieder die Türen. Der neue Gastgeber heisst Mattia Michelli.
Vor ein paar Jahren hatten einige findige Köpfe in Lenzburg eine Idee. Wieso nicht eine Anlage für die sportliche Jugend aus der Umgebung erstellen, auf welcher die Teenager ihren Hobbys nachgehen können? Einen Ort, wo sie zwanglos und ohne Verpflichtungen skaten, bouldern, biken und chillen dürfen und vor allem niemanden stören.
Aus der Idee wurde bald ein Konzept für eine nicht kommerzielle Freizeitanlage auf dem Areal Hammermatte unter der Autobahnbrücke A1. Just neben der Kletterhalle Kraftreaktor. Im Herbst 2012 starteten die Bauarbeiten, ein halbes Jahr später, am 6. April 2013, wurde der Hammerpark feierlich eröffnet.
Waghalsige Stunts
Die Anlage wurde zu einem grossen Erfolg und erfreut sich seit der Eröffnung steigender Beliebtheit bei der Bevölkerung. Letztes Jahr wurde zum Saisonstart eine neue Grillstelle eingeweiht, vor einem halben Jahr wurde die Beleuchtung in Betrieb genommen.
Der Hammerpark als Erfolgsgeschichte? Das dürfe man durchaus so sagen, meint Franziska Möhl, Lenzburger Vizeammann und Präsidentin des Trägervereins Hammerpark. Sie stellt den Benützern des Hammerparks ein sehr gutes Zeugnis aus. Während sie den Bikern zuschaut, die auf der Piste waghalsige Stunts zeigen, meint sie: «Es geht hier sehr geordnet und gesittet zu und her.» Es gebe kaum nennenswerte Verunreinigungen, niemand verhalte sich auffällig.
Auf die nicht ganz ernst gemeinte Frage des Journalisten, ob sie sich selber auf die «Buckelpiste» wagen und mit dem Bike eine Kostprobe geben würde, winkt sie schmunzelnd ab. «Wissen Sie», sagt Möhl, «ich fahre ja gerne Velo. Aber nur dort, wo es nicht dermassen auf und ab geht.»
Pasta-Gerichte und Pinsa
Ein grosses Thema im Zusammenhang mit dem Hammerpark war in den vergangenen Wochen und Monaten das seit letztem Sommer geschlossene Bistro. Weil der damalige Pächter an einer Lebensmittelunverträglichkeit leidet, musste er den Betrieb schliessen. Doch jetzt sind die Türen wieder geöffnet, das Bistro erstrahlt in neuem Glanz. Mit der Familie Michelli konnte ein Pächtervertrag über drei Jahre abgeschlossen werden.
Möhl: «Wir freuen uns darüber, dass wir eine gute Lösung haben finden können.» Der 24-jährige Mattia Michelli und sein Team begrüssen hungrige und durstige Gäste mit Ausnahme des Dienstags die ganze Woche hindurch.
Michelli, er führt das Bistro gemeinsam mit seiner Mutter Filomena, übernimmt auch die Funktion einer Aufsichtsperson. Er sei zwar kein gelernter Koch, gibt Michelli freimütig zu. «Aber wir werden mit unseren Pasta-Gerichten, den Hot Dogs, den Pommes sowie der Pinsa, einer speziellen Art Pizza, den Geschmack der Leute treffen.»
Zuversicht für Zukunft
Der Hammerpark ist also in seine sechste Saison gestartet. Wo sieht Franziska Möhl die Anlage in fünf Jahren? «Wir blicken sehr zuversichtlich in die Zukunft», sagt die Präsidentin des Trägervereins, «der Hammerpark ist breit akzeptiert in der Bevölkerung.»
Allerdings werde der Platz an den Spitzentagen langsam knapp. «Ursprünglich war der Park gedacht für Teenager ab 15 Jahren. Aber schon Zehnjährige kommen mit ihren Bikes und brausen hinunter.»







