Gute Voraussetzungen erleichtern die Berufswahl
LIFT Am 6. Mai konnten 24 Schülerinnen und Schüler der Heilpädagogischen Schule Lenzburg, der Rudolf-Steiner-Sonderschule und der Oberstufen Lenzburg und Niederlenz das LIFT-Zertifikat entgegennehmen.
Rund 100 Personen – Eltern, Vertreter der mitwirkenden Betriebe, Lehrpersonen – füllten die Aula im Schulhaus Lenzhard. Das Orchester der Rudolf-Steiner-Sonderschule unter der musikalischen Leitung von Martin Locher eröffnete den feierlichen Akt und Marcel Mattenberger, Leiter Projekt LIFT Lenzburg, war stolz und glücklich, so viele Gäste und die Zertifikatsempfänger begrüssen zu dürfen.
In seiner kurzen Ansprache dankte er allen Firmen und Institutionen, die den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, an sechs Mittwochnachmittagen für 3 bis 4 Stunden Berufsluft zu schnuppern, die Abläufe und Bedingungen der Berufswelt an sich kennenzulernen und durchzuhalten. Der Dank ging aber auch an die Sponsoren Rotary-Club Lenzburg-Seetal, Gesellschaftskommission Lenzburg und Raiffeisenbank Aarau-Lenzburg.
Mut für den nächsten Schritt
LIFT begleitet Jugendliche an einer wichtigen Abzweigung im Leben: Beim Übertritt in die Berufswelt. Durch die Teilnahme am LIFT-Programm können die Schülerinnen und Schüler sich selber finden, Betriebe geben ihnen eine echte Chance und können so Nachwuchs finden. Dabei lernen sie aber auch wichtige Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Respekt, Selbstmotivation oder Arbeitsorganisation.
Die Niederlenzer LIFT-Verantwortliche Julie Bigler stellte in einer kurzen Gesprächsrunde Jack Iten vor, der als Mitarbeitender bei Britt’s Café und Delikatessen an der Hinteren Kirchgasse, direkt beim Stadttor in Lenzburg, tätig ist. Die junge Inhaberin Britt Panbakker ist Holländerin und führt nun das Lokal seit rund einem Jahr. In den Regalen liegen «Stroopwafels», ein niederländisches Süssgebäck, Weine aus Italien und Spanien, Raumdüfte und Kerzen, Schneidebretter aus Holz und bunte Schokoladeneier, aber auch italienische Produkte wie Olivenöl, Aceto und Pasta. Oder «Dropjes» und weitere Spezialitäten aus ihrer Heimat.
Unter der Obhut von Jack Iten hat Cinzia aus Niederlenz geschnuppert und er erzählte, wie sie sich für alles interessiert hat, keine Angst zeigte, ehrlich, aufgeweckt und doch etwas distanziert war: «Ich spürte bei ihr, was ihr Spass machte – zum Beispiel Geschenke einpacken. Und wir haben gelernt, was es heisst, Jugendliche zu betreuen und auszubilden.»
Auch Mattenberger sprach die gleichen Argumente an. Die jungen Leute haben die Herausforderungen angenommen, grosse Motivationen am gewählten Arbeitsplatz erlebt und sich den Herausforderungen gestellt. Er wünschte allen Zertifikatsempfängern viel Erfolg im nächsten Lebensabschnitt: «Was ihr bis heute erreicht habt, ist sehr wertvoll, packt euren Mut für den nächsten Schritt.»









