Grüne Lebensader im grünen Ring

Bis zum 31. Januar 2017 liegt das entworfene Freiraum- und Landschaftsentwicklungskonzept im Mitwirkungsverfahren öffentlich auf. Die Bevölkerung ist eingeladen, sich zu beteiligen. Das Studium des Planwerks lohnt sich.

Vorgeschlagen: Das Hämmerli-Areal und den Aabachweg mit einem neuen Steg verbinden. Foto: AG
Vorgeschlagen: Das Hämmerli-Areal und den Aabachweg mit einem neuen Steg verbinden. Foto: AG

Wer die Landeskarte zuzieht, erkennt, dass Lenzburg über weite Strecken von Wäldern umgeben ist:Länzert, Lindwald, Lütisbuech, Heideburg und Buech Staufen. In das Glied reiht sich auch der bewaldete Staufberg. Zu Recht sprechen die SKK Landschaftsarchitekten, Wettingen, von einem grünen Ring oder in ihrer Fachsprache von einer siedlungsumspannenden Landschaft. Durchflossen wird der grüne Ring vom Aabach als zentrales Rückgrat der Freiräume oder schmeichelhaft Lebensader bezeichnet. Das Freiraum- und Landschaftsentwicklungskonzept FLEK, als Teil der Ortsplanungsrevision, konzentriert sich denn auch auf die offenen Räume der sogenannten Fokusräume Lindfeld, Hornerfeld, Bodenfeld und Bergfeld sowie auf den Aabach.

Ortsplanungsrevision nimmt Formen an

Unter der Moderation von Georg Tobler sassen am vergangenen Mittwoch Stadtammann Daniel Mosimann, die Stadträte Martin Steinmann und Martin Stücheli, Stadtplanerin Helen Bisang, die Landschaftsarchitekten Ingo Golz und Raphael Aeberhard am Tisch oder standen am Rednerpult der öffentlichen Informationsveranstaltung. Was bisher erarbeitet wurde, überzeugt. Innen verdichten ist sowohl Auftrag wie Gebot. Damit verbunden ist jedoch ein Druck auf die Freiräume ausserhalb der Bauzone. Die Ansprüche sind mannigfaltig: landwirtschaftliche Nutzung, Natur, Ökologie, Naherholung und Sport. Die naturgeschichtlichen, kulturgeschichtlichen und landschaftsästhetischen Aspekte sollen aufgewertet und erlebbarer gemacht und die identitätsstiftenden Elemente gestärkt werden. Mit dabei die Vision, die Räume beidseitig des Aabachs untereinander zu verbinden. Der Aabachraum als Promenade.

Rege diskutiert

In der sachlichen Diskussion hob Stadtammann Daniel Mosimann die grosse Bedeutung der Grünräume für die Bevölkerung und die Stadt hervor. Es gelte, bei Aufwertungsmassnahmen Prioritäten zu setzen: «Wir verfügen über kein grünes Kässeli.»

Stadtrad Martin Stücheli meinte im Schlusswort, dass im Siedlungsraum in die Höhe gebaut werden kann, doch für die Grünräume gibt es diese Möglichkeit nicht. Die Einwohnerschaft von Lenzburg ist eingeladen, die beiden Dossiers zu studieren und sich bis zum 31. Januar 2017 beim Stadtbauamt schriftlich oder unter stadtbauamtlenzburg.ch zu äussern.

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