Gehweg und sTörli gaben im Einwohnerrat zu reden
An der letzten Sitzung in der ersten Hälfte der laufenden Legislatur genehmigte der Einwohnerrat alle Geschäfte und hörte sich die Antworten zu drei schriftlichen Anfragen an. Der Gehweg entlang der Lenzhardstrasse und das «Törli» boten Gesprächsstoff.

Die Strecke ist kurz, die Diskussion war lang. Lediglich 120 Meter misst die sanierungsbedürftige Lenzhardstrasse im Abschnitt zwischen der Ringstrasse Nord und der Autobahnbrücke. Der Antrag der GPFK, vorgetragen von Remo Keller (SP), zusätzlich die beiden Gehwege vollständig zu erneuern, lockte Redner ans Pult. «Nicht Geld unnötig zum Fenster hinaus aufs Trottoir werfen», fand Anja Vögeli (SP). Sabine Sutter (CVP) doppelte nach: «Keinen roten Teppich ausrollen, wenn niemand darüber- läuft.» Marcel Spörri (EVP), Lukas Häusler (Grüne) und Heiner Cueni (FDP) unterstützten den stadträtlichen Antrag. Die Schlussabstimmung ergab ein einstimmiges Ja zur 220000 Franken teuren Sanierung.
Vor einem Jahr bewilligt, inzwischen realisiert und nun liegt die Kreditabrechnung bereits vor. Die Rede ist vom Provisorium Bushof auf dem Bahnhofplatz. Statt 380000 Franken kostet die Anlage nur 284000 Franken. Seitens der RBL kamen positive Äusserungen und sowohl Frank Robin (SP) wie auch Jasmin Alvarez Arriaga (Grüne) lobten das Provisorium sowie die tieferen Kosten. Die Abrechnung wurde einstimmig genehmigt.
Keine hohen Wellen warf auch die Sanierung des Werkstatt-Gebäudes, Haus B, der Berufsschule im Neuhof. Doch es gab seitens der GPFK mit Stefan Zantop (Grüne) kritische Anmerkungen zu den Planerhonoraren. Innerhalb des gesamten Verpflichtungskredits von 2,04 Mio. Franken machen diese stattliche 460000 Franken aus. Anderseits werden den Handwerkern laufend die Preise gedrückt, mahnte Michael Häusermann (SVP). Die ansonst unbestrittene Vorlage fand einhellige Zustimmung.
Antworten auf schriftliche Anfragen von Martin Killias (SP)
Stadtrat Martin Steinmann beantwortet die schriftliche Anfrage von Prof. Dr. Martin Killias (SP) und Mitunterzeichnenden vom 13. Juni 2016 betreffend Zerstörung des Hauses «Zum unteren Tor», Kirchgasse 4. Für den Anfragesteller handelt es sich beim unteren Tor um ein höchst wertvolles Gebäude, das im Altstadtgefüge einen hohen Schutz verdient. Mit der Sanierung wurde der Bau ohne jegliche Rücksicht auf die historische Bausubstanz ausgekernt. Für die Fassade könne füglich der Begriff Hollywood herangezogen werden, erklärte Killias. Martin Steinmann erinnerte daran, dass die Entfernung der Holzdecken und des Dachstuhls auf der Beurteilung eines Ingenieurs beruhte. Letztlich sei die Frage des inneren Strukturerhalts weitgehend eine dogmatische Frage, die Diskussion müsse in der laufenden BNO-Revision weitergeführt werden. Der Stadtrat sei sehr daran interessiert, dass die Altstadthäuser bewohnbar bleiben.
Auf die zweite schriftliche Anfrage vom 13. Juni 2016 von Prof. Dr. Martin Killias und Mitunterzeichnenden betreffend «Entwicklung des Stadtbildes im Raum Stadtgässli–Burghaldenstrasse– Aavorstadt» wurde seitens des Stadtrates ebenfalls geantwortet. Martin Killias bezeichnet den geplanten Ersatz für die Gebäulichkeiten der ehemaligen Schreinerei Hächler als störenden Klotz in der Ringzone. Die Baubewilligung vom3. August ist allerdings noch nicht in Rechtskraft erwachsen.



