Geburtstag und 311 Wohnungen
Wohnbaugenossen Die Wohnbaugenossenschaft Lenzburg (WGL) hatte Anlass zu feiern. Seit der Gründung vor 60 Jahren wurden in Lenzburg, Niederlenz und Staufen 311 gemeinnützige Wohnungen erstellt.

Die Wohnbaugenossenschaft Lenzburg feiert in diesem Jahr das 60-jährige Bestehen. Obwohl nicht die Zahl 75 oder 100 im Raum steht, lud die WGL mit Präsident Charly Suter am Tag der Genossenschaften zu einer Geburtstagsparty.
Suter blickte zurück auf den 19. August 1958: Walter Schmidt, alt Grossrat und alt Nationalrat, sowie zehn engagierte Männer gründeten an jenem Dienstag die Wohnbaugenossenschaft Lenzburg.
«Das anfängliche Anteilschein-Kapital betrug 32500 Franken. Was im Sternensaal zu Lenzburg klein begann, ist zur heutigen WGL geworden», führte Charly Suter mit berechtigtem Stolz aus. Ringstrasse Nord und Fünflinden Lenzburg, Breite Niederlenz und Zelgmatte Lenzburg heissen die Überbauungen. Lindenblick Staufen mit 39 Wohneinheiten steht im Rohbau da. Der Taschenrechner ermittelt genau 311 gemeinnützige Wohnungen.
Es braucht immer Zugpferde
Stadtammann Daniel Mosimann überreichte WGL-Präsident Charly Suter eine sinnreiche Lithografie von RenéVilliger. Wohnen sei ein Grundbedürfnis der Menschen. Um allen eine Wohnung zu tragbaren Bedingungen zu sichern, reichen die Marktkräfte nicht aus. Ergänzend brauche es gemeinnützige Wohnbauten ohne Spekulation und Gewinnmaximierung, fand Daniel Mosimann.
Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der WGL, wünschte weiterhin viel Erfolg und eine ungebrochene Schaffenskraft. Ernst Hauri, Direktor des Bundesamtes für Wohnungswesen, beleuchtete den gemeinnützigen Wohnungsbau aus nationaler Sicht. Um qualitativ gute und gleichzeitig bezahlbare Wohnungen anbieten zu können, brauchte es vor 60 Jahren engagierte Persönlichkeiten. «Zugpferde braucht es auch heute noch», rief Ernst Hauri ins Gedächtnis. In der WGL sind sie vorhanden.
Für Jahrmarktstimmung gesorgt
Der Regionalverband Aargau der Wohnbaugenossenschaften Schweiz mit Präsident Adrian Rehmann, Baden, folgte der Einladung ebenfalls. Nicht mit leeren Händen: Wer 311 Wohnungen bestens gepflegt haben will, braucht Griffel, Hammer, Meter, Wasserwaage und Pinsel. Charly Suter wollte im Saal der Stiftung «Orte zum Leben» bewusst eine Jahrmarktstimmung aufkommen lassen, was mit dem Jodlerchörli Niederlenz, einer Hintergrundmusik, einer Drehorgel, Clowns und Ballonen treffend gelang.



