Gas zum Leben aus der «Suurstoffi»

Mit dem obligaten Banddurchschnitt wurde das Home-Care-Gebäude der Messer Schweiz AG eingeweiht. Hier steht die modernste Abfüllstation für medizinischen Sauerstoff.

Offizieller Banddurchschnitt: Hans Michael Kellner, CEO der Messer Schweiz AG, und Stadtammann Daniel Mosimann eröffnen die Abfüllstation für medizinischen Sauerstoff. Foto: Fritz Thut
Offizieller Banddurchschnitt: Hans Michael Kellner, CEO der Messer Schweiz AG, und Stadtammann Daniel Mosimann eröffnen die Abfüllstation für medizinischen Sauerstoff. Foto: Fritz Thut

Der jüngste Ausbauschritt der Messer Schweiz AG ist wie ein Schritt zurück. Der heutige Schweizer Ableger der weltweit tätigen Messer Group GmbH ist eine Lenzburger Traditionsfirma und vielen in der Region immer noch als «Suurstoffi» geläufig.

Mit Investitionen von knapp einer Million Franken wurde hier das modernste Abfüllwerk für medizinischen Sauerstoff im Land realisiert. Der Verwendungszweck deutet ein neues Schwerpunktfeld der Messer Schweiz AG an. Bekannt als eines der führenden Industriegas-Unternehmen des Landes will man sich nun mit dem neuen Home-Care-Geschäftsfeld einen Teil des schnell wachsenden Gesundheitsbusiness sichern.

Das Leben erträglicher machen

Obwohl man bei Messer sagt, dass die hier produzierten oder aufbereiteten Gase in der aktuellen Konsumwelt nahezu omnipräsent sind, nimmt doch der für medizinische Zwecke konfigurierte Sauerstoff eine spezielle Position ein: «Mit den Produkten aus diesem Gebäude machen wir das Leben erträglicher», sagte CEO Hans Michael Kellner an der Eröffnung.

Erträglich bedeutet hier tragbar. Messer versorgt von hier aus Patienten, die permanent Sauerstoff benötigen, mit Behältern mit flüssigem Sauerstoff. Diese sind inzwischen derart leicht, dass die Patienten mobil bleiben und sich frei bewegen können. Der aus der Luft gewonnene Sauerstoff wird auf minus 183 Grad Celsius heruntergekühlt und so verflüssigt.

Bekenntnis zu Lenzburg

Den Neubau wertete Stadtammann Daniel Mosimann an der Eröffnung als «Zeichen der Prosperität und Innovation». Der Messer-Slogan «Gases for Life» werde hier wortwörtlich spürbar. Das Werk sei zudem «ein Bekenntnis zum Standort Lenzburg». Damit die «Suurstoffi» auch unter neuem Namen und neuer Führung Lenzburg die Treue hält, ist auch dem guten Einvernehmen mit den Behörden zu verdanken, wie CEO Kellner betonte: «Die Zusammenarbeit mit der Stadt ist vorbildlich. Deshalb kann ich sagen, dass wir hierbleiben, denn wir sind verwurzelt hier.»

Ein Indiz für diese Aussage ist auch die Tatsache, dass eben die Bewilligung für den Bau eines neuen Büro- und Verwaltungsgebäudes erteilt wurde.

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