Fritteuse, Akku und Fensterrettung
Feuerwehr Am vergangenen Samstag fand die Hauptübung der Regio Feuerwehr Lenzburg unter der Leitung von Kommandant Roger Strebel statt. Trotz strömendem Regen waren zahlreiche Besucher anwesend.
Auf verschiedenen Posten demonstrierte die Regio Feuerwehr Lenzburg auf dem Areal des Schulhauses Angelrain ihr Können. So konnte etwa der Einsatz in mehreren Stockwerken Höhe durch das Fenster oder mit der Autodrehleiter in luftiger Höhe bestaunt werden. Ebenso wurde eine Rettung aus einem Unfallfahrzeug demonstriert.
Ein gigantischer Rauchpilz
Auf besonders eindrückliche Weise wurde vorgeführt, was passiert, wenn Wasser in brennendes Öl gegossen wird. Will man zum Beispiel brennendes Öl in einer Fritteuse mit Wasser löschen, erreicht man genau das Gegenteil.
Da das Öl einen viel höheren Siedepunkt als Wasser hat, verdampft das Wasser schlagartig und der entstehende Wasserdampf produziert viele kleine Öltröpfchen, die sich mit Luft vermischen und ein extrem gut brennbares Gemisch erzeugen. Das Ergebnis ist eine mehrere Meter hohe Stichflamme mit anschliessendem gigantischem Rauchpilz.
Ein anderes Experiment zeigte, was mit einem Lithiumionen-Akku passieren kann, wenn er mechanisch beschädigt wird. Lithiumionen-Batterien sind milliardenfach in Smartphones, Laptops und elektrischen Autos verbaut. Sie werden vor allem wegen ihrer hohen Energiedichte geschätzt. Durch einen Hammerschlag wird der Lithiumionen-Akku gezielt beschädigt, was einen Kurzschluss verursacht. Dadurch überhitzt der Akku unter zuerst langsamer Rauchentwicklung, bis er schliesslich spektakulär verbrennt. Dabei entsteht ein Funken sprühendes Feuer, wie bei einem 1.-August-Vulkan, das mit einer extremen Rauchentwicklung verbunden ist.
122 Einsätze mit 2667 Stunden
Für die kleinen Gäste gab es ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem mit kleinen Wasserspritzen Tennisbälle durch ein Labyrinth befördert werden mussten. Ebenfalls grossen Anklang fand ein Zelt, das mit Party-Rauch gefüllt war. Dort konnten die Besucher mit Atemschutzmasken und einer Wärmebildkamera hautnah erleben, wie es ist, sich in dichtem Rauch zu bewegen.
Nach der Hauptübung fand ein Nachtessen im Alten Gemeindesaal statt, wobei Kommandant Roger Strebel seinen Leuten für den Einsatz dankte und einigen zur Beförderung gratulieren konnte. Im Rückblick auf das Jahr 2018 kann die Regio Feuerwehr Lenzburg auf 122 Einsätze mit total 2667 geleisteten Stunden zurückblicken.
Wer steigt höher
Beförderungen Soldat Philippe Engel zum Gefreiten, Soldat Daniel Eugster zum Gefreiten, Gefreiter Stefan Bucher zum Korporal, Gefreiter Thomas Kieser zum Korporal, Gefreiter Marco Schmidli zum Korporal, Gefreite Rosita Wanzenried zum Korporal, Korporal Adrian Ryser zum Wachtmeister, Korporal Patrick Stocker zum Wachtmeister, Korporal Patrick Dobler zum Wachtmeister und Chef-Stellvertreter der Elektrogruppe, Leutnant Marcel Gloor zum Oberleutnant, Leutnant Sven Gloor zum Oberleutnant, Oberleutnant Marcel Willi zum Kommandant-Stellvertreter 1 und Mitglied der Feuerwehrkommission sowie die Ernennung von Oberleutnant Markus Feichtinger zum Chef des Ausbildungszuges und die Ernennung von Oberleutnant Martin Bolliger zum Stabsoffizier. (lba)







