Fotografie drei Wochen ins Zentrum gerückt und allen zugänglich gemacht
Fotofestival Mit der Verleihung des Publikumspreises in der «Hypi»-Schalterhalle ging das erste Fotofestival Lenzburg zu Ende. Es soll eine Fortsetzung geben.
Eine erste Bilanz der Festivalleitung fällt durchwegs erfreulich aus, wie dem Abschluss-Communiqué des Fotofestivals entnommen werden kann.
Die Ausstellungen wurden sehr geschätzt, die Veranstaltungen rege besucht und auch die Fotobücher-Ecken in diversen Altstadtlokalitäten fanden interessierte Besucher. Hier würde man sich noch etwas weniger Zurückhaltung des Publikums wünschen. «Teilweise hat man sich etwas zu wenig getraut, die Geschäfte ‹nur› zum Schmökern in Fotobildbänden zu betreten», meinte eine Vertreterin der Centrum-Geschäfte und ergänzte: «Wir freuen uns immer sehr über Events, die zusätzliches Publikum in die Altstadt locken, und möchten den Organisatoren vom Fotofestival für ihren Effort danken.»
«Rücken» gewann Publikumspreis
Im Foyer der Hypothekarbank Lenzburg fand das Festival mit der Preisverleihung des Publikumspreises für den Foto-Wettbewerb «Im Wandel» seinen Abschluss. Über ein SMS-System durfte das Publikum für sein Lieblingsbild aus den in den Schaufenstern der Altstadtgeschäfte ausgestellten Bildern abstimmen. Es wurden mehr als 120 Stimmen abgegeben, um die drei Gewinner zu ermitteln.
Im Beisein von Stadtammann Daniel Mosimann und Martin Wildi («Hypi»-Geschäftsstellenleiter) durften die Publikumslieblinge ihre Preise entgegennehmen:
1. Platz: Jennifer Loosli (Reinach) mit ihrem Bild «Rücken» (Bildnummer24), sichtbar im Schaufenster von Büro Ryser in der Rathausgasse, mit einer wunderschönen Arbeit über die Zeichen der Zeit, die sich verändern, die unauslöschlich auf der Haut eines jeden Menschen verbleiben. Sie gewann 1000 Franken in bar; gestiftet von der Hypothekarbank Lenzburg.
2. Platz: Philip Bond (Lenzburg) mit seinem Bild «Progress? Demolition of an old farmhouse» (Bildnummer 13) über die Entwicklung unserer Landschaft und die Auswirkungen architektonischer Veränderungen.
3. Platz: Michèle Willimann (Gebenstorf) mit ihrem Bild «Verlassene Turnhalle in Ostdeutschland» (Bildnummer 15).
Grosser Wunsch, weiterzumachen
Danach wurde bei einem Apéro auf den Abschluss des dreiwöchigen Festivals angestossen und es durfte zusammen auf eine gelungene erste Edition zurückgeschaut werden. Alle warten gespannt auf eine zweite Ausgabe im nächsten Jahr.
Das Organisationskomitee mit Leiterin Margherita Guerra nutzte die Gelegenheit, eine erste Bilanz zu ziehen: «Wir freuen uns über viele Dinge dieser ersten Ausgabe, etwa dass es uns gelungen ist, ein neues kulturelles Projekt für die Stadt zu schaffen, das sich nicht nur an eine Nische von Fotografen richtet, sondern an alle Bürger der Stadt.»
Guerra blickt zuversichtlich nach vorn: «Der Wunsch, weiterzumachen, ist gross und auch der Wunsch, es noch besser zu machen.»









