«Flights» soll Wahrzeichen werden
Kunstwerk Lenzburg hat ein neues Wahrzeichen: Dies war der Wunsch an der Vernissage von «Flights», der Neon-Skulptur von Franziska Furter.

Richtig zur Geltung kommt «Flights» nur nachts. Doch dann ist «Flights» nahezu unübersehbar, vor allem für vorbeifahrende Zugspassagiere. Die weiss leuchtende Neon-Skulptur auf der ehemaligen Hero-Spenglerei an der Ecke des Neubauquartiers «Im Lenz» zeigt an: Jetzt ist man in Lenzburg.
Stadtammann Daniel Mosimann taufte das Kunstwerk in seiner Ansprache an der Vernissage gleich ein wenig in «leuchtender Flug» um, doch hoffte er zusammen mit den Initianten von der Kulturkommission, dass der Lichtstrich «zum Wahrzeichen werden soll».
Für Mosimann symbolisiert das neueste von vielen Kunstwerken im öffentlichen Raum Lenzburgs den generellen Aufbruch der Stadt. «Es animiert, die Gedanken fliegen zu lassen.» Vielleicht durch die unmittelbare Nachbarschaft des «Im Lenz»-Hochhauses: «Ein filigranes Werk vor massiven Bauten.»
Ins gleiche Horn stiess Niklaus Schär, der als Stiftungsrat der Coopera-Sammelstiftung den Grundeigentümer und den Hauptsponsor des Werks vertrat: «Bei ‹Flights› dominiert für mich der Begriff Freiheit. Das Kunstwerk setzt einen wohltuenden Kontrapunkt zu den dominierenden Zweckbauten in der Umgebung.»
Künstlerin Franziska Furter freute sich über den «dynamischen Ort», den ihr erstes Neon-Werk bekommen hatte. Sie hat Freude, wenn die Betrachter verschiedene Assoziationen in «Flights» hineinlegen. Sie selbst denkt an den faszinierenden Flug einer Hummel, sieht jedoch auch den Horizont oder ganz generell eine Silhouette.
Für die 46-jährige Künstlerin war die Erst-Illumination von «Flights» so etwas wie die Rückkehr zu den Wurzeln. Wie der Familienname schon ahnen lässt, stammt ihre Familie aus Staufen. Aufgewachsen ist Franziska Furter in Zürich; heute lebt und arbeitet sie in Basel und Berlin.



