«Ewigi Liebi» für die «Orte zum Leben»

An der 40-Jahr-Feier gab sich die Stiftung für Behinderte Aarau-Lenzburg einen neuen Namen: Sie heisst nun zeitgemässer Stiftung Orte zum Leben.

Feierten 40 Jahre Stiftung Orte zum Leben: Regierungsrat Alex Hürzeler, Stiftungsratspräsidentin Sabine Sutter-Suter und Geschäftsführer Martin Bhend. Foto: Fritz Thut

Feierten 40 Jahre Stiftung Orte zum Leben: Regierungsrat Alex Hürzeler, Stiftungsratspräsidentin Sabine Sutter-Suter und Geschäftsführer Martin Bhend. Foto: Fritz Thut

Namenswechsel der Stiftung: Zusammen mit Sänger Padi Bernhard präsentierten Klienten «Orte zum Leben». Foto: Fritz Thut

Namenswechsel der Stiftung: Zusammen mit Sänger Padi Bernhard präsentierten Klienten «Orte zum Leben». Foto: Fritz Thut

Man feiere heute gleich ein dreifaches Fest, stellte Geschäftsführer Martin Bhend am letzten Samstag fest: Neben dem Tag der offenen Türe und dem 40-Jahr-Jubiläum gab sich die jubilierende Organisation einen neuen Namen: Der bisherige Namenszusatz «Orte zum Leben» wird neu zur offiziellen Bezeichnung der Träger-Stiftung.

Die Verbannung des Wortes «Behinderte» aus dem Namen entspricht dem Zeitgeist. Mittlerweile spricht man höchstens von Menschen mit Beeinträchtigung, aber eigentlich geht die Integration in Organisation und Gesellschaft weiter. Bhend: «Unsere Klienten wollen am normalen Leben teilnehmen.» Dazu tragen die «Orte zum Leben» bei. «Seit 40 Jahren bietet unsere Stiftung in Lenzburg, Staufen und Oberentfelden vielfältige Arbeits- und Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung», sagte Stiftungsratspräsidentin Sabine Sutter-Suter.

Die Präsidentin streifte in ihrer Begrüssung den Begriff «Erfolg». Wie kann dieser nach 40 Jahren beurteilt werden? In der Rechnung sei der Erfolg das, «was unter dem Strich herausschaut». Diese rein wirtschaftliche Sicht habe den Stiftungsrat «in den letzten Jahren oft beschäftigt». Zum Festtag wollte Sutter den Erfolg in der Währung «Glücksmomente» definieren, «messbar am Lächeln des Gegenübers».

Sänger als Überraschungsgast

In seiner Festansprache wand der zuständige Regierungsrat Alex Hürzeler der Lenzburger Stiftung manch Kränzlein. Er erinnerte an Zeiten, in denen Behinderten-Institutionen noch nicht so etabliert waren: «Heute haben solche Stiftungen einen festen Platz in der Gesellschaft.» Für den Kanton sei «Orte zum Leben» ein wichtiger Partner: «Es ist die grösste Stiftung im Aargau für Erwachsene mit Behinderung.» Dank solchen Organisationen gehe die Integration immer weiter.

Überraschungsgast beim offiziellen Akt der Neubenennung war Sänger Padi Bernhard. Klienten der Stiftung als Sandwich-Personen vollzogen den Wechsel zu «Orte zum Leben» durch eine Drehung, welche die neuen Buchstaben präsentierte. Gemeinsam mit dem Publikum wurde Bernhards Hit «Ewigi Liebi» angestimmt und die Hände über dem Kopf geschwenkt.

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