Er knobelte sich bis zum Sieg

Auszeichnung Luca Botan hat sich gegen Tausende Mitbewerbende durchgesetzt und holte an der Mathe- und Logik-WM in Polen den ersten Platz seiner Kategorie.

Löst gern Mathe- und Logikrätsel: Der 11-jährige Luca Botan.Foto: Romi Schmid
Löst gern Mathe- und Logikrätsel: Der 11-jährige Luca Botan.Foto: Romi Schmid

Luca Botan hat Grosses geleistet. Der 11-jährige Primarschüler hat an den Internationalen Mathematik- und Logikmeisterschaften in Polen in seiner Kategorie den ersten Platz geholt.

Kurzer Rückblick: Von rund 20000 Teilnehmern der Mathematik- und Logikmeisterschaften aus der ganzen Schweiz haben sich nur 62 für das internationale Finale qualifiziert, das Ende August im polnischen Wroclaw stattfand.

Der anspruchsvolle Auswahlprozess bestand aus drei Runden: Viertelfinale in Schulen oder online, Halbfinale an der ETH Zürich und Schweizer Finale im Mai in Fribourg. Engagement und harte Arbeit haben die Kinder, Teenager und Erwachsenen zu den besten Mathematik- und Logikspielern des Landes gemacht – darunter der Lenzburger Luca Botan, der Ende August mit seinem Vater Virgiliu nach Polen ans Finale reisen durfte. Dort wurden alle Teilnehmer – der jüngste Kandidat war acht, der Älteste über sechzig Jahre alt – anhand ihres Alters und Niveaus in Kategorien eingeteilt.

Rechnen mit Erfolg

«Ich liebe Knobelaufgaben und löse gern Denkaufgaben», erklärt Luca seine Leidenschaft. Neben der 6. Primarklasse in Lenzburg besucht er samstags regelmässig ein Mathematik-Förderprogramm an der Uni Zürich, die «Junior Euler Society». Kein Wunder, zählt Mathe zu den absoluten Lieblingsfächern des begabten Elfjährigen. Ebenso gern mag Luca Sport – er spielt seit vielen Jahren Tennis; rund 50 Medaillen stehen schon im Schrank. «Ich mag den Wettbewerb, ich gewinne gerne», sagt Luca. Auch für die Mathematik- und Logikmeisterschaften hat er sich den Sieg gewünscht – damit gerechnet hätte er allerdings nicht. «Das Niveau war sehr hoch, und ich habe an beiden Wettbewerbstagen einen Flüchtigkeitsfehler gemacht», erinnert er sich.

Umso emotionaler sei dann die Rangvergabe gewesen, erzählt Vater Virgiliu. «Sie haben alle Ränge heruntergelesen, wir haben schon nicht mehr damit gerechnet, auf den ersten Plätzen zu sein, und plötzlich kam Lucas Name – es war überwältigend!» Als Preis gab es eine Nintento Switch, einen Pokal, eine Medaille und diverse Kleinigkeiten. «Ich habe mich sehr gefreut.» Am Wettbewerb lassen sich aber nicht nur Preise gewinnen, sondern auch neue Freunde. «Ich habe tolle Menschen kennen gelernt und neue Freundschaften geschlossen», so Luca.

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb: Mit dem Knobeln und Rätseln will Luca auf jeden Fall weitermachen. Sein Berufswunsch? Natürlich irgendetwas mit Zahlen. «Irgendetwas mit Mathematik oder Informatik würde mir gefallen», sagt Luca. Eins ist klar: Was dieser Junge sich vornimmt, das schafft er auch.

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