Eintauchen in wach gewordene Vergangenheit

Von Freitag bis Sonntag wurde auf Schloss Lenzburg die Zeit zurückgedreht. Besucher landeten im Mittelalter und konnten Musik, Tanz, Handwerk und Lebensweise aus dieser Zeit erfahren.

Mittelalter live: Reto Zürcher (links) und Joachim Morgenthaler (rechts) zeigen dem interessierten Publikum, wie eine Schmiede funktioniert.

Mittelalter live: Reto Zürcher (links) und Joachim Morgenthaler (rechts) zeigen dem interessierten Publikum, wie eine Schmiede funktioniert.

Staunende Kinder: Das Gaukler-Duo Forzarello zeigt Kunststücke.

Staunende Kinder: Das Gaukler-Duo Forzarello zeigt Kunststücke.

Papier von Hand hergestellt: Danielle C. Hicks-Michel beim Schöpfen.

Papier von Hand hergestellt: Danielle C. Hicks-Michel beim Schöpfen.

Kunst des Korbflechtens: Fritz Ruch im Einsatz.

Kunst des Korbflechtens: Fritz Ruch im Einsatz.

Greifvögel: Christoph Küpfer mit Uhu und Manuel Häfliger mit einem Wüstenbussard.

Greifvögel: Christoph Küpfer mit Uhu und Manuel Häfliger mit einem Wüstenbussard.

Als wären es Szenen aus einem Spielfilm, so präsentierte sich die Umgebung des Schlosses Lenzburg am vergangenen Wochenende. Seltsame Klänge wehen über den Schlosshof, eine Gruppe dreht sich zur Musik im Tanz, Menschen in langen Leinengewändern bieten ihre von Hand hergestellten Produkte feil und ein Schmied führt mit einem riesigen Blasbalg Luft zur Esse, um ein Eisen zu schmieden.

Solche Szenen könnten sich vor 500 bis 1000 Jahren tatsächlich in dieser Art und Weise abgespielt haben. In jedem Fall bietet das Schloss Lenzburg die perfekte Kulisse dafür.

Eine besondere Attraktion findet im oberen Teil des Schlosshofes statt. Zwei Falkner zeigen, wie früher mit Greifvögeln gejagt wurde. Das Publikum ist begeistert und die Stimmung ist heiter. Auch für die kleinsten Gäste gibt es eine mittelalterliche Unterhaltung vom Feinsten. Zwei Gaukler zeigen ihre Kunststücke vor staunenden Kinderaugen.

Es bleibt nicht nur beim Bewundern dieser fremden, längst vergangenen Szenen, das Publikum kann an vielen Orten direkt Hand anlegen und somit ein Teil werden dieser wach gewordenen Vergangenheit. So können die Menschen erfahren, wie man auf einfachste Weise Brot backt, das Essen über dem Feuer kocht, aus Schafwolle Garn spinnt, von Hand Kleider webt, Körbe flechtet, einen Pfeilbogen herstellt, Gefässe aus Ton töpfert und vieles mehr.

Auf dieser fantastischen Reise ins Mittelalter scheint die Zeit plötzlich still zu stehen und zeigt einen grossen Kontrast auf zur heutigen hektischen Lebensweise.

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