Eine «Oase» zwischen Lenzburg und Niederlenz
Die Firma Bausort AG realisiert nach Hunzenschwil auf Niederlenzer Boden eine weitere «Recycling-Oase». Für den Neubau, dessen Spatenstich diese Woche stattgefunden hat, werden fünf Millionen Franken investiert.
Je mehr konsumiert und gebaut wird, desto mehr Abfall generiert eine Gesellschaft. Mit den stets steigenden Ansprüchen an die Umweltverträglichkeit steigen die Ansprüche an die Entsorger. Zu den Spezialisten in der Region gehört die Firma Bausort AG, die in Hunzenschwil seit 1991 einen Recycling-Hof betreibt.
Die Bausort AG gehört zur Lenzburger Häfeli-Gruppe, die seit dem vorletzten Jahrhundert Transporte ausführt und in den letzten Jahrzehnten ihre Tätigkeiten mit den Bereichen Entsorgung und Immobilien diversifiziert hat.
Halle als Zentrum
Mit dem Neubau auf 120 Aren an der Industriestrasse im Grenzgebiet zwischen Niederlenz und Lenzburg kehrt die Bausort AG geografisch näher zu den Wurzeln der Firmengruppe zurück und dupliziert hier ihr Angebot von Hunzenschwil – ergänzt nach dem neusten Stand der Technik, die sich gerade im Recycling-Sektor stetig weiterentwickelt.
Die geplante «Oase» teilt sich zur Hauptsache in zwei Teile. Kernstück der gesamten Anlage ist eine unbeheizte, durchlüftete Halle mit der eindrücklichen Ausdehnung von 40 auf 50 Aren. Auf der Westseite wird damit der Parkplatz für die Gratisanlieferung von Privaten überdacht.
Bewohner aus der Region Lenzburg und Niederlenz können hier ab Bauende im Jahr 2019 auf einer Länge von 40 Metern 25 verschiedene Materialien gratis entsorgen. Dazu gehören unter anderem Papier, Karton, Glas, Metalle, Elektroschrott, Aluminium, Büchsen, Batterien, Leuchtmittel, Kleider und Schuhe. Marcel Amsler, der Projektverantwortliche der Bausort AG, legt Wert auf eine publikumsfreundliche Ausgestaltung des öffentlichen Sektors, was die Beratung und die Betreuung der Kunden beinhaltet: «Wir streben eine stöckelschuhkonforme Lösung an», so Amsler.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die geografische Nähe zu Lenzburg dafür sorgt, dass die Bausort-«Recycling-Oase» zum offiziellen Angebot der Stadt erklärt wird. Der zuständige Stadtrat Martin Stücheli, der am Spatenstich ebenfalls zugegen war, schliesst dies jedenfalls nicht aus: «Es macht ja keinen Sinn, wenn wir beim Werkhof-Neubau, wo der Platz eh begrenzt ist, das gleiche Angebot nochmals vorsehen.» Die bestehenden dezentralen Sammelstellen für gewisse Güter bleiben bestehen.
Mit 55000 bis 60000 Kubikmetern der volumenmässig grösste Anteil in der «Oase» werden kostenpflichtige Entsorgungsgüter, mehrheitlich aus der Baubranche, sein, die auf separaten Zufahrten angeliefert werden.







