Ein Weiher wird herausgeputzt
Der Schützenmeisterweiher war kein schöner Anblick mehr. Das ändert sich nun: Der Weiher wird entwässert, ausgebaggert und mit neuem Wasser aufgefüllt.

Der Schützenmeisterweiher war bis vor kurzem wenig ansehnlich. Kaum Wasser, viel Schlamm und teilweise verlandet. Weiher war nicht gerade das erste Wort, was einem da beim Anblick in den Sinn kam. Das ändert sich nun, die verlandete Pfütze soll wieder zum echten Weiher werden.
Am Dienstag entwässerten die Forstdienste Lenzia den rund 300 Quadratmeter grossen Weiher beim Grillplatz am Waldrand Richtung Ammerswil.
Mithilfe eines Grabens wurde der Grossteil des Wassers in den Stadtbach geleitet, der Rest wurde abgepumpt und der Zufluss zum Weiher gestoppt. Wie viel Wasser sich insgesamt im Weiher vor dem Auspumpen noch befand, sei aufgrund des vielen Schlamms schwer einzuschätzen, sagt Markus Dietiker von den Forstdiensten Lenzia.
Die wenigen Fische im Teich wurden laut Dietiker umgesiedelt. Molche oder Lurche haben dank dem langsamen Austrocknungsprozess genügend Zeit, sich eine vorübergehende Bleibe zu suchen.
Lebensraum für Steinkrebse
Bis im September steht der Weiher nun ohne Wasser da. Genug Zeit, um das Becken auszutrocknen. Danach wird der Weiher ausgebaggert und der Schlamm abgeführt. Eine Schicht Lehm soll dafür sorgen, dass der Schützenmeisterweiher wieder dicht wird. Das war bis heute nämlich nicht mehr der Fall. Das Wasser floss zwar zu, die Verbindung für den Wasserabfluss tröpfelte jedoch bis anhin nur vor sich hin.
Nach der Sanierung und der Wiederauffüllung des Teichs im September soll das Abflussgerinne attraktiver Lebensraum für die gefährdeten, heimischen Steinkrebse sein. Der Schützenmeisterweiher selbst, wird nach der Putzaktion bestimmt seinem Namen wieder alle Ehre machen.



