Ein Prosecco für die Sinne
Die kommende Ausgabe des Gesprächsformates «Prosecco» verspricht aussergewöhnlich zu werden. Gesprächsgast, Maler, Ästhet und Alltagsphilosoph Fritz Huser gibt eine Kostprobe seines Könnens und malt live zu Musik von Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen, gespielt von Konzertpianist Peter Sterki.

Lenzburgs Kulturszene blüht. Und das nicht zuletzt durch die vielseitige Schaffenslust und Experimentierfreude einheimischer Künstler, die den kreativen Austausch untereinander suchen und das kulturelle Zusammenleben mit ihren innovativen Projekten und kreativen Ideen zu bereichern wissen. Mit einer künstlerisch einmaligen Live-Performance verknüpfen «Prosecco»-Star Fritz Huser und Konzertpianist Peter Sterki Malerei mit Musik und präsentieren ein «Prosecco», welches alle Sinne beflügelt.
Fritz Huser, 65, arbeitete nach seiner Lehre als Innendekorateur beim Theater, Film und Fernsehen, bevor er 1984 beschloss, nur noch von der Kunst zu leben. Seither residiert er in seinem Atelier im Müllerhaus, um sich dort in der Abgeschiedenheit gedanklicher Kontemplation ganz und gar auf die Erforschung der «Rätsel des Alltages» zu konzentrieren. Im Interview mit Ruedi Küng berichtet Huser aus seinem Leben, spricht über den Mut, ein Künstler zu sein, und lüftet das eine oder andere Alltagsgeheimnis.
Fragen über Sein und Werden
Es sind stets elementare Fragen über das Sein und Werden, über den Menschen, Gott und die Welt, deren Beantwortung sich Huser in seinen schmucken Zierwerken widmet. Schon als Kind malte er Gott. Heute malt er Musik und lässt sich dabei über die Schulter blicken.
Die Musik dazu liefert Konzertpianist Peter Sterki, studierter Germanist und Musikwissenschaftler. Zudem ist Sterki seit über zwei Jahrzehnten als Kantonsschullehrer tätig. Als Vorstandsmitglied des Vereins Pro Musikschule und der Kulturkommission Lenzburg verantwortete er zahlreiche kulturelle Projekte und bereicherte die kulturelle Landschaft in Lenzburg und Umgebung. Nun darf man ihm und den Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach lauschen. Peter Sterki spielt einen Ausschnitt dieser anspruchsvollen Virtuosenkost, der Beachtung verdient und Fritz Huser eine Grundlage schafft, seinen Emotionen mit Pinsel und Stativ Ausdruck zu verleihen.
«Unsere Performance soll den Zuschauern vor allem Freude machen. Es muss fliessen», betont Huser. Es ginge dabei nicht um eine Übersetzung der Musik in Malerei oder gar um zu bewertende Virtuosität. Vielmehr stehe die gestalterische Anregung im Mittelpunkt der rund 15-minütigen Darbietung.
Mit ihrer Live-Malperformance realisieren Peter Sterki und Fritz Huser eine richtungsweisende Idee, die ihre Nachahmer sucht. Sie führen ihre Besucher mit feinsinnigem Zusammenspiel ein in die hohe Kunst nonverbaler Kommunikation, schaffen dabei visuelle Klangprotokolle, erzählen Geschichten ohne Worte, die Erinnerungen wecken und deren Ende offen bleibt.
«Prosecco»
Freitag, 19. Mai, 20 Uhr
Burghaldenhaus, Schlossgasse 19
Eintrittspreise: Fr. 20.–/
Jugendliche Fr. 15.–



