Ein Nationaltrainer soll den Unihockeyanern Beine machen
Der in Lenzburg domizilierte Dachverein Unihockey Aargau United (UAU) steigt am Sonntag mit sechs Teams in die vierte Saison. An der Bande der 2.-Liga-Mannschaft steht mit dem 51-jährigen Renato Wyss eine Koryphäe.

Drei Spielzeiten haben die vereinigten Aargauer Unihockeyaner seit der Gründung des Dachvereins UAU im Frühling 2014 hinter sich. Drei Saisons, in welchen sie sportlich nur kleine Schritte vorwärtsmachten. Keines der fünf Nachwuchsteams spielt mehr in der höchsten Klasse des Landes, und das Fanionteam konnte die hohen Erwartungen, welche man zu Beginn hatte, nie erfüllen. Im vergangenen Winter drohte gar phasenweise der Fall in die 3. Liga, die Trennung vom langjährigen Trainer Nicolas Emch war unausweichlich. «Wir erleben das sportlich schwierigste Jahr seit unserer Gründung», bilanzierte damals Adrian Meyer, Präsident von UAU und ehemaliger Sportchef des UHC Lenzburg.
Tempi passati. Jetzt weht ein neuer Wind durch die Lenzburger Angelrain-Turnhalle. Der Hoffnungsträger auf eine sportlich erfolgreiche Zukunft heisst Renato Wyss, ist ein 51-jähriger Familienvater aus Küttigen und wirkt seit drei Jahrzehnten im Unihockey. Wyss coachte in früheren Jahren in der Nationalliga A Uster, Jona und Mittelland und stieg mit Lok Reinach in die höchste Klasse auf. Zudem amtete er als erfolgreicher Cheftrainer der Deutschen Nationalmannschaft und betreut aktuell das Nationalteam von Österreich. Er weiss also, wie man Erfolg hat. «Wir arbeiten in den Trainings konzentriert. Ich habe ein gutes Gefühl», sagt Wyss mit Blick auf den 2.-Liga-Start.
Er verweist auf die Cuppartie gegen B-Ligist Ticino Mitte August. «Da hätten wir nach 20 Minuten mit 3:0 führen müssen.» Weil seine Spieler im Abschluss teils kläglich scheiterten, wurde allerdings nichts aus dem Exploit. Am Schluss gewannen die hoch favorisierten Südschweizer mit 8:4 und zogen in die nächste Runde ein. Die mangelnde Effizienz ortet Wyss denn auch als Hauptübel. «Wir müssen einfach mehr Tore schiessen. Wenn uns das gelingt, sehe ich uns durchaus im vorderen Tabellendrittel.»
Ex-NLA-Spieler als Captain
Mit dem ehemaligen NLA-Akteur Björn Strebel steht Wyss ein ausgewiesener Klassespieler zur Verfügung. Die beiden kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in Reinach. «Björn war mit ein Grund, warum ich bei Aargau United zugesagt habe», so Wyss. Strebel ist nicht nur Alphatier, Teamcaptain und zusammen mit den Renggli-Zwillingen einer der Leistungsträger, der 28-jährige Waltenschwiler wird auch des Trainers verlängerter Arm auf dem Spielfeld sein. Mit einem Auswärtsspiel gegen die Powermäuse Brugg steigt UAU am kom-menden Sonntag in die 2.-Liga-Saison (17 Uhr, Mülimatt, Windisch).



