Ein informativer Spaziergang zu den Frühblühern
Natur: «Essbare Frühblüher – Botanik im oberen Wil»: Der Natur- und Vogelschutzverein Lenzburg hatte eine feine Nase, welches Thema Anklang für eine Exkursion finden könnte.

Vereinspräsidentin Monica Locher fand am vergangenen Samstagvormittag ein 70-köpfiges Teilnehmerfeld vor sich. Der Vorfrühlingstag wie aus dem Bilderbuch lockte eben ins Freie. Sogleich galt es bei der Freiämterhütte Pflanzen und Blümchen zu sammeln. Die beiden Expertinnen Maya Zea und Nathalie Bossi hatten das Sammelgut auf den Tüchern rasch übersichtlich geordnet.
Und schon gings in zwei Gruppen Richtung Vita-Parcours auf die Suche nach essbaren Frühblühern. «Ihr werdet staunen, was ihr alles finden werdet», versprachen einleitend die beiden Expertinnen. Beileibe keine leeren Worte. Da wurde gesucht, gefragt, gerätselt, gerochen, probiert, zerkaut und zuhauf Erfahrungen über Anwendungen ausgetauscht.
Salat mit Gänseblümchen
Die Teilnehmer zeigten sich dankbar für Tipps beim Kochen, ja sogar für neue Lebensmittel. Einer Sauerampfersuppe abgeneigt? In etlichen Küchen dürfte fortan der Salat mit Gänseblümchen und Wiesenlabkraut angereichert werden. Oder wie wärs mit einem Sirup aus Huflattichblättern? Maya Zea und Nathalie Bossi schöpften aus ihrem reichen Wissensschatz.
Das obere Wil ist auch eine Apotheke, dazu noch kostenlos. Der Moor-Geissbart lässt sich bei Fieber, Rheuma und Entzündungen einsetzen, und der Sauerampfer für eine blutreinigende Frühjahrskur. Sind die Gelenke oder die Harnwege entzündet, dann greife zu Brennnesseln.
Der Event wusste zu begeistern. Wie sagte doch eine ältere Teilnehmerin: «Mich interessieren all die Geschichten rund um die Frühblüher.»



