«Ein grandioses Werk»
Quartier Im Lenz Der Fotograf Hans Weber hat die Metamorphose vom Hero-Areal zum Stadtquartier in einem Fotoband verewigt.

Daniel Mosimann greift immer noch zum Begriff «ehemaliges Hero-Areal», wenn er jemandem das Quartier Im Lenz erklären muss. Dies verriet der Stadtammann an der Vernissage des neuen Buches «Hero – Im Lenz / Vom Fabrikareal zum Stadtquartier». Er bezeichnete es als Glücksfall, dass der ortsansässige Fotograf die Stadt anfragte, ob er diesen Wandel dokumentieren dürfe.
Weber durfte. Und schuf eine wunderbare, teilweise melancholische Hommage an einen Teil der Stadt Lenzburg, der für viele von Erinnerungen geprägt ist und für einige hundert Bewohner neu Heimat bedeutet. «Es ist ein grandioses Werk eines Betroffenen», fasste Mosimann zusammen.
Die Bedeutung dieses vom Verlag Hier und Jetzt herausgegebenen Bandes sei nicht zu unterschätzen. «Das Areal ist grösser als der Altstadtperimeter und war früher stadtprägend, genau wie es heute wieder stadtprägend ist», so der Stadtammann.
Kurz bevor die ehemaligen Produktionsstätten der Hero abgerissen wurden, hielt der routinierte Reportagefotograf Hans Weber den Ist-Zustand noch einmal fest. Sein Blick für neckische Details lässt den Betrachter oft schmunzeln, oft macht sich aber Wehmut breit.
Schriftsteller Markus Kirchhofer bezeichnete als Vernissage-Redner den Fotoband als «sachliches und poetisches Kaleidoskop».
«Hero – Im Lenz / Vom Fabrikareal zum Stadtquartier». Hans Weber mit Beiträgen von Annelise Zwez, Michael Hanak, Martin Lüpold und Richard Buchmüller. 216 Seiten, 190 Fotos, 23 x 28 Zentimeter; 45 Franken.



