Die Rechnung der Stadt schliesst positiv ab
Der Rechnungsabschluss der Stadt Lenzburg für das Jahr 2017 präsentiert sich viel besser als im Vorjahr: Neben dem Gesamtergebnis mit einem Plus von über 6 Millionen ist bemerkenswert, dass im Betrieb diesmal ein Gewinn resultiert.
Gute Stimmung und lachende Gesichter bei der Präsentation des Rechnungsabschlusses der Einwohnergemeinde Lenzburg im Rathaus. Vizeammann und Finanzstadträtin Franziska Möhl sprach von «einem sehr guten Ergebnis». Dies habe man nach 2016 «so nicht erwarten können».
Mit einem positiven Gesamtergebnis von 6,1 Millionen Franken schliesse man an das Jahr 2015 an. Die Delle des Vorjahres («2016 haben wir Mühe gehabt», so Möhl) hat man fast vergessen gemacht. Die Budgetvorgabe hat die Stadt Lenzburg mit diesem Gewinn um 50 Prozent, die Zahl des Vorjahres noch deutlicher übertroffen.
Plus bei betrieblicher Tätigkeit…
Neben dem finalen Wert, der ja immer von gewissen Zufälligkeiten bei der Verbuchung abhängt, gibt es einige Bereiche, die echt Grund zu Zuversicht ausstrahlen: Entgegen dem letzten Jahr (minus 780000 Franken) und entgegen dem Budget (minus 458000 Franken) ist das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit 2017 wieder positiv, und dies mit fast 850000 Franken recht deutlich. Franziska Möhl verweist darauf, dass die um eine halbe Million höhere Dividende der SWL Energie AG nicht hier verbucht wurde.
… und bei den Steuererträgen
Bei der Haupteinnahmequelle, den Steuern, ist ebenfalls ein Plus zu verzeichnen. Der Gesamtertrag liegt mit 33,3 Mio. um eine halbe Million über dem Budget und fast drei Millionen über dem Jahr 2016. Dies ist nicht auf die Einkommens- und Vermögenssteuern zurückzuführen, denn hier ist mit minus 0,3 Prozent eine Punktlandung zu verzeichnen.
Bei der positiven Abweichung haben Quellen- und Aktiensteuern mit einem Plus von je rund einer Viertelmillion eingeschenkt. Möhl: «Die Aktiensteuern widerspiegeln die wirtschaftliche Situation.» Die neuesten Entwicklungen zeigen hier wieder nach oben. Das Gleiche gilt für die Steuerkraft pro Einwohner: Bei diesem Wert hat Lenzburg im letzten Jahr um 2,2 Prozent auf 2997 Franken zugelegt – erstmals seit 2014. Der Aargauer Durchschnitt lag bei dieser Kennzahl 2016 bei 2542 Franken.
Bei den laufenden Ausgaben nach Verwaltungsabteilungen übertraf «unser Sorgenkind Soziale Sicherheit» (Möhl) das Budget um 4,9 Prozent. Ansonsten blieben die Bereiche im Rahmen der Vorgaben mit Ausnahme der öffentlichen Sicherheit; hier wurde eine halbe Million weniger ausgegeben als geplant.
Die 7,6 Mio. an Investitionen (vorab in Schulbauten) sind für die Finanzministerin ein Zeichen an potenzielle Kritiker: «In Lenzburg werden nach wie vor Investitionen vorgenommen und nicht nur Schulden abgebaut. Die Pro-Kopf-Nettoschuld sank 2017 auf 820 Franken.







