Der Klimawandel ist real und der Mensch ist Haupttreiber

Energie Im Gemeindesaal fand ein weiterer Energie-Apéro statt. Der Titel diesmal lautete «Klimaänderung – weltweite Dekarbonisierung, bis wann?»

<em>Sprachen am Energie-Apéro zum Thema Klimawandel:</em> Reto Knutti und Stefan Wunderlich flankieren Markus Blättler, Geschäftsführer der SWL Energie AG.Foto: Sonja Kreis
<em>Sprachen am Energie-Apéro zum Thema Klimawandel:</em> Reto Knutti und Stefan Wunderlich flankieren Markus Blättler, Geschäftsführer der SWL Energie AG.Foto: Sonja Kreis

Themen am Energie-Apéro waren die unwiderlegbare Klimaänderung und die dringend notwendige Dekarbonisierung. Reto Knutti von der ETH Zürich lieferte auf unterhaltsame und dennoch eindringliche Weise Fakten und ermahnte, dass es fünf vor zwölf sei, während Stefan Wunderlich die Risiken aus Sicht des Rückversicherers Swiss Re aufzeigte.

Empfangen wurden die rund 120 Gäste sowie die beiden Referenten im Gemeindesaal von Gastgeber Markus Blättler, dem Geschäftsführer der SWL Energie AG Lenzburg.

Reto Knutti begann sein Referat mit Bildern dieses Jahrhundertsommers. «Der menschliche Einfluss auf das Klima ist klar und bewiesen: Der Mensch ist der Haupttreiber des Klimawandels», so Reto Knutti, und «der Klimawandel ist wahr – alles andere sind ‹Fake News›.»

Rasches Handeln ist gefordert

Starkniederschläge nehmen zu, Gletscher gehen schneller denn je zurück und die Biodiversität sinkt. Tragisch ist, dass Kohlendioxid und der Klimawandel der Menschheit über Jahrhunderte hinweg erhalten bleiben, selbst wenn ab sofort kein Kohlendioxid mehr ausgestossen würde.

Viel Zeit für Entscheide gibt es nicht; man sollte sich rasch anpassen, um die geforderten Klimaziele zu erreichen. Neue Technologien seien unterwegs. Und, so Knutti, die Diskussion darf nicht emotional geführt werden, sondern muss auf Fakten basieren.

Stefan Wunderlich von der Swiss Re zeigte die Risiken des Klimawandels aus Sicht eines Versicherers auf. Die Schadenfälle sind in den letzten 50 Jahren exponentiell gestiegen. Und Stefan Wunderlich sagte ebenso deutlich wie sein Vorredner: «Der Klimawandel ist real.»

Für den Rückversicherer ist die ständige Know-how-Weiterentwicklung entscheidend: «Es müssen laufend neue Versicherungsprodukte entwickelt werden; was bedeutet, dass nicht nur neue Produkte hinzukommen, sondern auch Produkte aus dem «Sortiment fallen», wie beispielsweise Kohlekraftwerke, die von Swiss Re nicht mehr rückversichert werden.

Weiteres zentrales Anliegen von Swiss Re ist es, das Thema noch viel sichtbarer zu machen sowie den eigenen globalen Fussabdruck auf null zu bringen.

Im Anschluss an den Anlass wurde ein Apéro offeriert, bei welchem das brisante Thema weiter diskutiert wurde. (bmau)

Infos: www.energieaperos-ag.ch

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