Der grösste Freund der Lenzburg bleibt den «Freunden» treu

Schloss Auf Ende Jahr geht der Geschäftsführer der Stiftung Schloss Lenzburg in Pension, den «Freunden der Lenzburg» bleibt Peter Jud als Präsident der Gönnervereinigung aber weiterhin treu.

<em>Wird saniert:</em> Die bei Kindern beliebte Spielburg Waldegg beim Schloss Lenzburg. Foto: zvg

<em>Wird saniert:</em> Die bei Kindern beliebte Spielburg Waldegg beim Schloss Lenzburg. Foto: zvg

<em>Bleibt Präsident der «Freunde der Lenzburg»:</em> Der als Geschäftsführer der Stiftung Schloss Lenzburg Ende Jahr pensionierte Peter Jud. Foto: Chris Iseli

<em>Bleibt Präsident der «Freunde der Lenzburg»:</em> Der als Geschäftsführer der Stiftung Schloss Lenzburg Ende Jahr pensionierte Peter Jud. Foto: Chris Iseli

Während 22 Jahren als geografisch «höchster Lenzburger» für den Betrieb im und um das Ritterhaus herum zuständig sein ist ihm noch nicht genug. An der Generalversammlung liess sich Peter Jud samt dem Vorstand für eine weitere Amtsperiode bestätigen. Sodass der nach 90 Neueintritten mit aktuell 1581 Mitgliedern auf hohem Niveau stabile Verein weiterhin von Juds allumfassendem Wissen über das Wahrzeichen der Stadt weiterhin profitieren kann.

Einstimmig wurden von den 107 Anwesenden auch Adriano Beti, Irene Cueni, Sabine Gysi, Edith Haupt, Mario Picco und Roger Strozzega wiedergewählt. «Damit ist die gute Bindung garantiert», kommentierte Wahlleiter Jakob Salm zufrieden.

Nach Apéro im kleinen und reichlicher Verköstigung aus der «Krone»-Küche im grossen Rittersaal genehmigte die gut gelaunte Versammlung alle Anträge. So die sanfte Statuten-Revision, welche den «juristischen Personen» flexiblere Mitgliederbeiträge ermöglicht und das Jahresprogramm mit Jugendfest-Serenade, Familiennachmittagen, Ausflug zum Munot in Schaffhausen und Besuch der neuen Stapferhaus-Ausstellung.

Spielburg Waldegg wird saniert

Nicht zum ersten Mal wird das Ritterhaus saniert. Im Laufe der Jahrhunderte hat es schon zahlreiche Neu-, Um- und Ausbauten sowie Abbrüche über sich ergehen lassen müssen, wie Peter Jud die wechselvolle Geschichte des historischen Gebäudes aufzeigte.

Obwohl knapp 20 Jahre alt, hat nun auch die Spielburg Waldegg eine Erneuerung nötig. Das Kinderparadies wurde zum Anlass 100 Jahre Aargauer Försterverband anno 2000 erstellt und ist ein beliebtes Tummelfeld für die kleinen Prinzessinnen und Ritter. 2014 mussten die Fundamente der Eichenhütten erneuert werden, was die Berufsschule Lenzburg übernahm, und jetzt sind die Dächer dran, wobei der Zivilschutz hilft. Dank ihrer ausgezeichneten Finanzlage übernehmen die Freunde getreu ihrer Zweckbestimmung die Kosten von rund 7500 Franken.

Umnutzung des Stapferhauses

Was die Nutzung der Gebäude betrifft, wird es auf dem Schloss zu einigen Veränderungen kommen, nachdem das Stapferhaus Richtung Bahnhof wegzieht. Wie Stadtammann Daniel Mosimann bekanntgab, werden die leer werdenden Räume einerseits für ein Restaurant-Bistro, andererseits als Seminar- und Werkstatträume für das Museum belegt.

«Wir wollen das Schloss in seiner Erscheinung erhalten und die kulturellen Aktivitäten fördern», verspricht der Stiftungsratspräsident. Für die Freunde hat die Übernahme des Kassenwesens durch das Museum zur Folge, dass sie sich wieder mit einem Mitgliederausweis ausweisen müssen. Für den kleinen Aufwand gewinnen sie allerdings den gewohnten Gratiseintritt in «ihr» Schloss.

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