Den Wandel in der Mobilität mitgestalten

Der jüngste Energie-Apéro im Lenzburger Gemeindesaal war dem Thema «Mobilität – die Gesellschaft bewegt sich» gewidmet.

Protagonisten des Energie-Apéros in Lenzburg: Moderator Gian von Planta und die Referenten Niklaus Giger und Andrea Del Duce. Foto: pre
Protagonisten des Energie-Apéros in Lenzburg: Moderator Gian von Planta und die Referenten Niklaus Giger und Andrea Del Duce. Foto: pre

Wohin die Gesellschaft und ihre Mobilitätsansprüche sich bewegen und wie sehr die Mobilitätsanbieter dieses «Wohin» beeinflussen wollen, darauf gingen die beiden Referenten Andrea Del Duce und Niklaus Giger, einerseits aus Sicht des Strassenverkehrs, aber auch des öffentlichen Verkehrs, ein. Gian von Planta, Leiter Anlagen und Netze der SWL Energie AG, durfte über 110 Gäste zum Anlass begrüssen.

Radikale Änderungen

An die 40 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen gehen auf Kosten des Verkehrs, und dieser nimmt nicht ab. Wie eine zukunftsfähige Mobilität aussehen könnte, beschrieb Andrea Del Duce, Institut für nachhaltige Entwicklung ZHAW, in seinem Votum für eine nachhaltige Mobilität, die von einer Vision getragen ist und auf erneuerbaren Energien, Sharing-Mobility und Mobilität als einer Dienstleistung basiert.

Del Duce zeigte Trends auf, welche die Mobilität radikal verändern werden: fahrerlose Autos, neue Technologien wie umweltfreundliche Antriebssysteme oder neue Materialien, Mikromobilität, Drohnen und 3D-Drucker. Trends, die alle zum Handeln auffordern, um die mobile Zukunft mitzugestalten.

Was will der Kunde?

Der Trend der Serviceorientierung in der Mobilität («Mobility as a Service») stand auch bei Niklaus Giger, Leiter Konzernstrategie SBB, in seinem Vortrag «Die Mobilität der Zukunft gestalten» im Mittelpunkt. Die SBB wollen mitgestalten. Sie wissen, sie werden künftig mehr als nur ein Bahnanbieter sein; schon heute machen die Bahnhöfe als Dienstleistungszentren einen wichtigen Teil ihres Angebots aus.

Wie schon Andrea Del Duce wies auch Giger auf das veränderte Kundenverhalten hin. Der Kunde will von A nach B, und das auf eine schnelle und sichere Weise; mit welchem Transportmittel ist zweitrangig. Stichwörter wie intelligente Mobilitätshubs, Smart-Rail für eine bessere Kapazitätsauslastung, fahrerlose Lastwagen und Züge fielen. Oder «SBB Green Card», ein zukunftsorientiertes Angebot, das derzeit getestet wird und bei dem der Kunde ein Kombipaket, bestehend aus 1.-Klasse-Generalabonnement, einem Elektromobil sowie Mobility, erwirbt. Für Giger ist die Digitalisierung eine Chance, eine Zukunftsvision umzusetzen. Wichtig bei diesem Wandel bleibt für ihn, trotz aller Digitalisierung, weiterhin eine solide Bahninfrastruktur anzubieten.

Wie immer gab es im Anschluss an die Vorträge einen Apéro, bei dem spannende Diskussionen zu den vielen Inputs aus den Vorträgen geführt wurden.

Weitere Informationen im Internet unter: www.energieaperos-ag.ch.

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