Das «Kleinstadtgeflüster» ist verstummt

Kleinstadtflüsterer: Peter Niggli, Max Werder, Rolf Bachmann und Ueli Steinmann.Foto: zvg
Kleinstadtflüsterer: Peter Niggli, Max Werder, Rolf Bachmann und Ueli Steinmann.Foto: zvg

Rundgang Die Nostalgie-Stadtführung «Lenzburger Kleinstadtgeflüster 1949– 2019» wurde sistiert. Dieser Anlass wurde 2019 von Ruedi Baumann «erfunden». Er fand in Rolf Bachmann, Max Werder und Ueli Steinmann drei Weggefährten, die bereit waren, mitzumachen. Nachdem viele Anekdoten zusammengetragen wurden, startete man um Ostern 2019 mit einem Probelauf. Einige Jahrgänger und ehemalige Jugendfreunde wurden eingeladen, mit der Bitte um ihr Feedback. Danach wurde die definitive Fassung für ca. 2 Stunden Stadtführung erstellt.

Man wollte bewusst keine Konkurrenz zu den offiziellen Lenzburger Stadtführungen sein und alle Führer machten ehrenamtlich mit. Mit dem Startgeld wurde jeweils der Apéro nach dem Rundgang finanziert sowie die übrigen Auslagen für Werbung etc. An diesen Apéros lernten sich zuweilen viele Teilnehmer neu kennen und es herrschte reger Austausch von Erinnerungen. Die ganzen Erzählungen der Führer von früheren Begebenheiten und von (Kleinstadt-)Originalen waren ohnehin dazu da, den «Weisch no?»-Effekt auszulösen oder Aha-Erlebnisse zu bieten. In den Jahren 2019 bis 2025 wurde die Führung insgesamt 20- mal angeboten mit zum Teil sehr grosser Resonanz. Nach dem leider viel zu frühen Tod von Ruedi Baumann wurde er durch Peter Niggli ersetzt, einem noch etwas jüngeren Kameraden mit Altstadt Erfahrung.

Das Zielpublikum waren eigentlich Leute, die in Lenzburg aufgewachsen sind oder zumindest die Schulen besucht haben. Aber auch andere Gäste ohne diese Erfahrung fanden die Anekdoten höchst spannend. Bei vielen wurden Erinnerungen geweckt, bei den Damen vor allem, wenn das Geschäft für Miederwaren von Anna Torgler erwähnt wurde, oder bei den Männern, wenn das Schlitteln vom Schlossberg bis hinunter in die Burghalde zur Sprache kam.

Im Jahre 2025 nahm die Nachfrage trotz ausgiebiger Werbung sehr stark ab. So musste man einsehen, dass alle Angesprochenen es wahrscheinlich gehört hatten. So wurde am Dienstag der Jugendfestwoche der «Endstreich» gefeiert.

Die Führung wird nicht mehr öffentlich ausgeschrieben, wer aber eine Gruppe von mindestens 12 Teilnehmern organisiert, kann via das Tourismus-Büro anfragen für eine Terminvereinbarung. Dazu würden mindestens zwei von den vier nochmals «in die Hosen steigen». (us/rfb)

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