Bürgerliches Feuerwerk, Linke in der Talsohle

Wahlen Für die einen ein Tag zum Jubeln. Für die anderen einer zum Vergessen. Die Stadtratswahlen zeigen deutlich: Lenzburg wird bürgerlicher Leuchtturm.

Betrat man am Sonntagabend die Rathausgasse vom Kino Löwen her, kam man nicht an ihnen vorbei: den Feiernden bürgerlichen Parteien FDP, SVP und Mitte. Sie hatten gut lachen. Andreas Schmid (FDP) wurde deutlich Stadtammann vor Barbara Portmann (GLP). Sven Ammann (FDP) wurde mit dem zweitbesten Ergebnis wiedergewählt und Christina Bachmann-Roth (Mitte) schaffte als Neue den Sprung in die Exekutive. Die SVP stellte niemanden zur Wahl und trat geschlossen hinter das FDP-Mitte-Gespann. Die Partei argumentierte im Vorfeld, man wolle die nächsten vier Jahre seriös begleiten. Die Partei werde aber nicht untätig sein und sich im politischen Geschehen einbringen, sei dies im Einwohnerrat oder in den städtischen Kommissionen, heisst es in einer Mitteilung. Vorbereitet werden soll dann eine eigene Kandidatur für die nächsten Wahlen. «Unser Bestreben ist klar: Mit unserem Wähleranteil möchten wir in der Stadtregierung vertreten sein, und darauf arbeiten wir hin», führt Martin Stücheli, Präsident SVP Lenzburg, in der Mitteilung aus.

Ging man weiter Richtung Sodbrunnen, stand man vor einer anderen Gruppe. Zwar war die Stimmung ausgelassen, doch schon ein wenig getrübter. Die Sozialdemokraten schafften es kaum, über ihre eigene Basis hinaus zu mobilisieren, und verloren einen Sitz an die Mitte. Mit Beatrice Taubert konnte zumindest ein Sitz gehalten werden. Thomas Schär schaffte den Sitzgewinn aber nicht. Besonders ärgerlich: Er schaffte das absolute Mehr, holte aber am wenigsten Stimmen. SP und GLP entschieden sich für den Schulterschluss. Mit Barbara Portmann als Frau Stadtammann und Taubert als Frau Vizeammann wollten sie die Stadt führen. Daraus ist nichts geworden. Portmann hatte gegen Schmid das Nachsehen. Und das Vizeamt bleibt vorerst unbesetzt. Beatrice Taubert wird im zweiten Wahlgang um den Sitz der Frau Vizeammann gegen Christina Bachmann-Roth antreten und muss aufholen. Im ersten Wahlgang holte sich Taubert 1250 Stimmen. Bachmann-Roth 1311. Der zweite Wahlgang findet am 30. November statt.

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