Bürgerliche portieren Andreas Schmid

Schulterschluss von FDP und SVP in der Stadt Lenzburg: Der freisinnige Einwohnerrat und Bezirksparteipräsident Andreas Schmid kandidiert für den Stadtrat – und wird auch von der SVP unterstützt.

Kandidiert für den Stadtrat: Der Freisinnige Andreas Schmid. Foto: zvg
Kandidiert für den Stadtrat: Der Freisinnige Andreas Schmid. Foto: zvg

Die beiden bürgerlichen Parteien meinen es ernst mit dem Anpeilen einer Mehrheit in der fünfköpfigen Stadtexekutive. Die Verantwortlichen von FDP und SVP haben sich zusammengesetzt und sich für eine von beiden Parteien getragene bürgerliche Kandidatur ausgesprochen. Es geht um den durch den Verzicht von Stadträtin Heidi Berner (EVP) frei werdenden Sitz. Der erste Wahlgang findet 24. September statt.

Andreas Schmid hat bei den Freisinnigen ein «intensives und mehrstufiges Auswahlverfahren» durchlaufen und bei den parteiübergreifenden Hearings einen guten Eindruck hinterlassen. «Der von der FDP vorgeschlagene Kandidat überzeugt durchaus in allen Bereichen», schreibt die SVP in einer Pressemitteilung. «Es bietet sich für uns die Chance, mit Andreas Schmid eine junge und zugleich starke Persönlichkeit mit Format für den Stadtrat zu nominieren», sagt FDP-Ortsparteipräsident Adriano Beti.

Trotz seiner Jugendlichkeit (er wird im November 29 Jahre alt) hat Andreas Schmid schon eine eindrückliche politische Karriere hingelegt. Im Juli 2011 rutschte er in den Lenzburger Einwohnerrat nach und verteidigte seinen Sitz im Stadtparlament bei den Gesamterneuerungswahlen 2013 – wenn auch nur hauchdünn – als Achter von acht gewählten Freisinnigen mit 19 Stimmen Vorsprung auf den ersten Nichtgewählten. Laut der Medienmitteilung der FDP Lenzburg setzt sich Schmid im Einwohnerrat «mit Verstand für pragmatische Lösungen und eine nachhaltige Entwicklung der Stadt» ein. Am 29. Februar 2012 wurde Schmid zum Präsidenten der FDP-Bezirkspartei gewählt; er ist zudem Geschäftsleitungsmitglied der Kantonalpartei. Beruflich ist der Stadtratskandidat seit März 2015 Fachstellenleiter Sozialhilfe beim Kanton Solothurn und wäre somit fachlich prädestiniert für die Nachfolge von Sozialministerin Berner.

Die SVP hätte mit den profilierten Einwohnerrätinnen Myrtha Dössegger und Brigitte Vogel ebenfalls über valable Kandidatinnen verfügt, doch habe sich, laut der SVP-Medienmitteilung, herausgestellt, dass diesem Duo «das Unvereinbarkeitsgesetz in die Quere kommt».

Duell mit Beat Hiller?

Nachdem die vier weiteren Bisherigen nochmals antreten, kommt es bislang zu einem Duell um den fünften Stadtratssitz zwischen Schmid und Beat Hiller, der von den Grünliberalen nominiert wurde. Ob aus dem Sektor links der Mitte noch weitere Kandidatinnen oder Kandidaten auf den Schild gehoben werden, ist noch nicht bekannt.

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