Brunnen als Vandalen-Ziel

Jugendfest-Nachlese Bei den meisten ist das Jugendfest in bester Erinnerung. Für einige Brunnenschmückerinnen hat das Fest der Feste aber einen schalen Nachgeschmack: Ihre Werke wurden von Vandalen teilweise zerstört und Elemente geklaut.

<em>«D Lüüt tüend nümme richtig tigge…»:</em> Der Spruch beim hier noch vollständig dekorierten Widmi Brunnen bekam im Nachhinein eine spezielle BedeutungFotos: zvg

<em>«D Lüüt tüend nümme richtig tigge…»:</em> Der Spruch beim hier noch vollständig dekorierten Widmi Brunnen bekam im Nachhinein eine spezielle BedeutungFotos: zvg

<em>Besonders dreist: </em>Den vordersten zwei Figuren auf dem Moritzbrunnen fehlt der Kopf.

<em>Besonders dreist: </em>Den vordersten zwei Figuren auf dem Moritzbrunnen fehlt der Kopf.

Es ist auch in den vergangenen Jahren immer wieder vorgekommen, dass sich verschiedene Schmückerteams mit der Tatsache konfrontiert sahen, dass ihr Einsatz zur optischen Aufwertung der mehreren Dutzend Lenzburger Brunnen nicht von allen Besuchern im nötigen Mass geschätzt wurde. Diesmal war es aber besonders schlimm. Gleich drei Brunnenteams haben sich deswegen auf dem koordinierenden Tourismusbüro der Stadt gemeldet.

Widmi Brunnen: Beschädigung der Lichtgirlanden und Entwendung der mit Blumen in den Stadtfarben bepflanzten Holzgarette.

Römerweg Brunnen: Dieser wurde dieses Jahr zum ersten Mal durch die Stiftung Orte zum Leben dekoriert. Hier wurde der ganze Brunnen (mit Windrädli, Blumen, und weiterem Material) komplett abgeräumt.

Moritz Brunnen (etwas versetzt am unteren Ende der Rathausgasse): Hier wurden zwei Figuren «geköpft», zwei Köpfe wurden entwendet.

«Die Wut war gross»

Marlen Jacobi, die zusammen mit Kolleginnen jeweils den Widmi Brunnen dekoriert, weiss um die Gefahr durch Vandalen: «Mit viel Freude haben wir auch dieses Jahr den Widmi Brunnen geschmückt. In den vergangenen Jahren sind schon Sachen weggekommen, aber dieses Mal war es besonders ausgeprägt.»

Besonders dramatisch neben der Zerstörung von Lampiongirlanden: Die bepflanzte Holzgarette («lange gesucht auf Flohmärkten und selber renoviert») wurde offensichtlich geklaut. Jacobis Fazit: «So macht das leider keine Freude mehr. Die Ernüchterung und die Wut beim Abräumen waren sehr gross.»

Andrea Häfliger, Koordinatorin im Tourismusbüro, versteht die Zerstörung ebenfalls nicht: «Offensichtlich sind sich die Leute nicht bewusst, dass die Schmückerinnen viele Stunden investieren und auch das Material aus dem eignen Sack bezahlen müssen; fürs Brunnenschmücken gibt es kein Geld von der Stadt.»

Allfällige reuige Sünder können entwendetes Material im Tourismusbüro am Kronenplatz 24 abgeben.

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