Blechabkanten mit digitaler Unterstützung
An der Berufsschule Lenzburg wurde eine Langabkantmaschine eingeweiht. Sie dient Spenglern bei der zeitgemässen Ausbildung.

Die Digitalisierung macht auch vor traditionellen Handwerksberufen nicht Halt. Immer mehr werden elektronische Hilfsmittel eingesetzt, wo früher alles kombinierte Kopf- und Handarbeit war. Das jüngste Beispiel liefert diese Woche die Spengler-Werkstatt an der Berufsschule Lenzburg (BSL). Dort wurde die Einweihung der Langabkantmaschine der Marke Jorns gefeiert.
An der BSL werden rund 420 Ler-nende in den Gebäudetechnik-Berufen Spengler, Sanitär- und Heizungsinstallateur ausgebildet. Der Sektion Aargau des zuständigen Berufsverbandes suissetec ist es ein grosses Anliegen, den angehenden Berufsleuten beste Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten. Wie Sektionspräsident Thomas Lenzin ausführte, trägt die neue Maschine ihren Teil dazu bei, «die Position als Vorzeige-Sektion des Landes zu stärken». Ohne die elektrischen Installationen hat dieses rund vier Meter breite Monstrum gut 200000 Franken gekostet; es handelt sich um die grösste Anschaffung für die Ausbildungs-Werkstatt.
Gemäss Bildungskommissionspräsident René Fasler ist auch beim Einsatz der neuen Maschine ein flaches Blech die Basis. Die Daten für die Kanten des Blechs kommen in Zukunft direkt vom Architekten oder können vor Ort am Display eingegeben werden.
Fachlehrer Andreas Suter demonstrierte an der Einweihung diesen Arbeitsgang den Gästen und einer Reihe von Lernenden. Eindrücklich, wie die Langabkantmaschine anschliessend die Vorgaben selbstständig und millimetergenau umsetzte und das fertige Werkstück Minuten später vorlag.
Angesichts dieser Demonstration wurde auch deutlich, dass die Anforderungen an die Haustechnik-Berufsleute in den letzten Jahren massiv gestiegen sind. Die Sektion Aargau hat sich deshalb dafür eingesetzt, dass ab 2020 die Lehrzeit von 3 auf 4 Jahre verlängert wird.



