Bindeglied und Nachschlagewerk

Die Präsentation der Neujahrsblätter ist ein Anlass, welcher von der Ortsbürgergemeinde in der Liste ihrer Willkommenskultur geführt wird.

Zusammen mit Heiner Halder (Mitte) das Neujahrsblatt präsentiert: Barbara Gurini und Roland Kromer. Foto: ST
Zusammen mit Heiner Halder (Mitte) das Neujahrsblatt präsentiert: Barbara Gurini und Roland Kromer. Foto: ST

Es war der Abend von Heiner Halder. In aufgeräumter Stimmung begrüsste der Neujahrsblatt-Redaktor die Gäste und dankte der Ortsbürgerkommission für das Gastrecht im Repräsentationshaus Burghalde. Wichtig war es ihm aber festzuhalten, dass «wir weder da noch überhaupt eine geschlossene Gesellschaft sind. Sondern eine offene Gesellschaft von Gleichgesinnten, die ihren Wohnort als Heimat empfinden und sich für sein Wohl interessieren und einsetzen». Es sei von existenzieller Bedeutung, dass die Alteingesessenen gegenüber den Neuzuzügern eine Willkommens-Kultur entwickeln und sie vorurteilslos in die gesellschaftlichen, kulturellen und strukturellen Aktivitäten einsetzen.

Die Neujahrsblätter sind ein wesentlicher Teil dieser Willkommenskultur. Sie sind einerseits ein Bindeglied zwischen Neuem und Tradition, anderseits auch ein Nachschlagewerk über das Gewesene. «Denn nur was man kennt, kann man einschätzen und schätzen lernen», hielt Halder weiter fest.

Das Neujahrsblatt 2017 ist mit 175 Seiten um 31 Seiten dicker als das letztjährige und enthält Schwerpunkte wie die Aargauer Gedenk- und Schicksalsjahre 1415/1815, den Neubau vom Pflegeheim Obere Mühle oder die Kronen-Chronik. Eine komplizierte und umfangreiche Recherche wie das Projekt selber sei der Schulhaustausch von der Bezirksschule und der Primarschule vom Angelrain in den Lenzhard gewesen. Das eigentliche Herzstück jedoch ist die «Chronik der laufenden Ereignisse», wo seit Jahrzehnten der Heimweh-Lenzburger Max Sommerhalder aus kritischer Distanz fachlich und sachlich auf mittlerweile 80 Seiten berichtet.

Und fast hätte die Hauptsache gefehlt – das Neujahrsblatt selber. Doch pünktlich zum Beginn des Anlasses, mit «Blaulicht und Sirenen», wie Halder schmunzelnd ausführte, trafen die Lenzburger Neujahrsblätter 2017 in der Burghalde ein. So konnte, wie schon Tradition, bereits während der Vernissage im neuesten Werk geblättert werden.

Zum Abschluss war es dann an Barbara Gurini, Präsidentin der Ortsbürgerkommission, die neuen Ortsbürger willkommen zu heissen, ihnen die Urkunden zu übergeben und auf die Pflichten und Rechte als Ortsbürger der boomenden Stadt Lenzburg hinzuweisen.

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