«Bewohner werden gestalten»
Quartier Im Lenz Mit einem «Tag des offenen Quartiers» wurde das Bauende von «Im Lenz» gefeiert.

Das frühere Hero-Areal nördlich der Gleise hat sich in den letzten zehn Jahren in ein neues, urban anmutendes Quartier verwandelt. An einem Fest wurde nun der langen Baugeschichte gedacht, die der Nachhaltigkeit gewidmete Gegenwart gefeiert und in die Zukunft geblickt.
Benoît Demierre, Arealentwickler und stellvertretender Generaldirektor der Firma Losinger Marazzi, erinnerte in seiner Ansprache daran, was während der Bauzeit entstanden ist: Auf einer Fläche von 614 Aren wurden unter anderem 525 Wohnungen und 200 Aren Gewerbefläche erstellt. Total wurden 350 Millionen Franken investiert.
Das Verhältnis von 1150 Veloabstell- zu 820 Autoparkplätzen zeigt, dass man hier grossen Wert auf Nachhaltigkeit legt. In nächster Zeit erhält die Bauherrschaft ein Zertifikat als «2000-Watt-Areal in Betrieb» – erst das dritte der ganzen Schweiz.
Vorbild für Bevölkerung
Nicht zuletzt dank dem in vielen Bereichen besonders umweltfreundlichen «Im Lenz»-Quartier wurde Lenzburg wieder als «Energiestadt» anerkannt. Stadtammann Daniel Mosimann freute sich über das überreichte Zertifikat und strich die Bedeutung hervor: «Dies setzt ein deutliches Zeichen. Wir von der Stadt wollen so ein Vorbild für die Bevölkerung sein.»
Bevor an Info- und Essständen gestaunt und schnabuliert wurde, erinnerten die beiden Redner daran, dass das Quartier erst jetzt, mit dem Abzug der letzten Baumaschinen, zu leben beginnt: «Die Bewohner werden das Quartier gestalten», so Benoît Demierre: «Heimelig ist es erst, wenn es nicht mehr nach frischer Farbe riecht.»
Mosimann rief die Bewohner, des Quartiers und der Reststadt, auf: «Nehmt den Markus-Roth-Platz in Beschlag.» Diese Graufläche dient künftig als Indikator für die Lebendigkeit von «Im Lenz».



