Ben Jäger zieht erfreuliches Fazit und übergibt die Führung

Jugendfeuerwehr Nach acht Jahren bekommt die Regio Jugendfeuerwehr Lenzburg einen neuen Präsidenten. Ben Jäger übergibt sein Amt und blickt zurück auf eine beeindruckende Entwicklung.

Ben Jäger führte die Jugendfeuerwehr seit 2018.Foto: zvg
Ben Jäger führte die Jugendfeuerwehr seit 2018.Foto: zvg

Im Jahr 2018 übernahm Ben Jäger die Leitung der Regio Jugendfeuerwehr Lenzburg, als klar wurde, dass die Jugendfeuerwehr in ihrer bisherigen Form nicht fortgeführt werden konnte. Er nahm sich der Aufgabe mit Freude an, weil er gerne «herausfordernde Ausgangslagen» anpackt. Viele Strukturen und Abläufe mussten angepasst werden. Dabei betont Jäger, dass es mehr zu tun gab, als nur Prozesse zu überarbeiten – wie er anfangs gedacht hatte. Es allen – den Jugendlichen, den Feuerwehren, den Gemeinden und dem Verein – recht zu machen, konnte herausfordernd sein: «Als Präsident muss man viele Hüte tragen.»

Von problematisch zu regional gestärkt

Unter Jägers Leitung entwickelte sich die Regio Jugendfeuerwehr Lenzburg stark: Die Zahl der Jugendlichen wuchs von 14 auf 40 mit einer aktuellen Warteliste bis zur Obergrenze von 50. Auch der Vorstand vergrösserte sich von 3 auf 15 Mitglieder aus drei Feuerwehren. Die Organisation wurde regional ausgebaut: 2019 trat die Feuerwehr Chestenberg, 2020 die Feuerwehr Maiengrün bei. Neue Gruppen wie die Wettkampf- und Atemschutzgruppe wurden gegründet, das Materiallager zentralisiert und Uniformen sowie Helme erneuert. Zudem entwickelte Jäger ein standardisiertes Ausbildungskonzept mit zwei Zügen – den Salamandern und den Drachen – mit insgesamt 11 Übungen pro Jahr.

Zwischen Wettkämpfen, Übungen und dem Jubiläum

Besondere Momente während seiner Amtsperiode waren laut Jäger die Schweizermeisterschaften – insbesondere die Heim-Schweizermeisterschaft 2025 –, die regelmässige Teilnahme am Indiaca-Turnier der Kreisjugendfeuerwehr Waldshut-Tiengen sowie das 20-Jahr-Jubiläum der Jugendfeuerwehr mit feierlichem Racletteabend. Auch die Haupt- und Schlussübungen prägten den Feuerwehralltag. Unvergesslich bleibt Jäger der Plauschnachmittag 2021, wobei aus einer improvisierten Situation eine eindrückliche Übung entstand.

«Ich kann mit gutem Gewissen gehen»

Seine finale Amtszeit trat Jäger mit den Worten an: «Es ist die Letzte.» Ursprünglich habe er gedacht, die Jugendfeuerwehr innerhalb von zwei Jahren aufzuräumen und dann wieder zu gehen. Doch es kam anders – nicht zuletzt wegen Covid. Vor knapp einem Jahr besuchte er dann spontan eine Übung. Als er sah, wie gut alles funktionierte, hatte er Gewissheit: «Ich kann mit gutem Gewissen gehen.» Während der Verabschiedung an der Generalversammlung sei dennoch die eine oder andere Träne geflossen.

Platz für frische Ideen

Der Vorstand hat sich über die Jahre verjüngt und entwickelt neue Ideen – denen Jäger nicht im Wege stehen möchte. Sein Präsidentschaftsamt übergab er an Oberleutnant Serge Richner, zunächst für ein Jahr. Danach wird die nächste Vereinsversammlung entscheiden, wer die Leitung im darauffolgenden Jahr übernimmt – denn das Präsidium soll künftig innerhalb des Vorstands rotieren. Das umfangreiche Amt «Chef Events» übergab Jäger langfristig an Sdt Chantal Grolimund und Fw Marco Hobi.

Als frisch gewählter Einwohnerrat hat Ben Jäger weiterhin viele Aufgaben: «Es ist also nicht so, dass ich nun lauter tote Zeit habe.» Er dankt zahlreichen Mitgliedern, Feuerwehrkommandos, Gemeinden und dem Aargauischen Feuerwehrverband für ihre Unterstützung. Sein Fazit: «Die Regio Jugendfeuerwehr Lenzburg ist auf dem richtigen Weg. Das kommt gut.»

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