Baustart beim Bahnhof Lenzburg verschiebt sich wegen Beschwerde

Bahnhof Die SBB muss die Hauptarbeiten zum Ausbau der Publikumsanlagen am Bahnhof Lenzburg verschieben. Grund für die Verzögerung ist eine Beschwerde und der ausstehende Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts.

Aufgrund einer Beschwerde verzögert sich der Baustart.Foto: Miachel Küng

Der Baustart im Bahnhof Lenzburg ist aufgrund einer Beschwerde verschoben. Er war zuvor für Anfang 2025 angedacht. Der Grund für die Verzögerung liegt in einer Beschwerde einer Bauunternehmung gegen den Ausschluss aus dem laufenden Vergabeverfahren sowie in dem noch ausstehenden Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts.

Die SBB hat den Bauauftrag am26. Februar auf der Beschaffungsplattform des Bundes und der bundesnahen Betriebe, simap.ch, ausgeschrieben. Sechs Angebote sind eingegangen, die nun geprüft werden. Die SBB hat diese anhand der publizierten Zuschlagskriterien geprüft. Nach eingehender Prüfung hat die SBB Ende Juni 2024 entschieden, mehrere Angebote aufgrund der Nichterfüllung der Mindestanforderungen oder der Eignungskriterien auszuschliessen. Die betroffenen Mitanbieter wurden am 1. Juli entsprechend informiert. Gegen den Entschied hat ein Mitanbieter am 22. Juli Beschwerde eingereicht.

Wie weiter?

Da die Bauteams während des laufenden Bahnbetriebs arbeiten müssen, ist die SBB nicht in der Lage, das Bauprogramm beliebig und kurzfristig zu ändern. Nach dem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts sieht sich die SBB in der Verantwortung, das Bauprogramm grundlegend zu überarbeiten oder im schlimmsten Fall neu zu erstellen. Die Beschwerde hat weitreichende Konsequenzen. Die SBB muss sich an den verfügbaren Gleissperren orientieren und diese eng mit den Gleissperren anderer Bauprojekte – regional, national und international – koordinieren. Nur so kann die SBB ihren Kundinnen und Kunden einen funktionierenden Fahrplan anbieten. Die seit Mitte Juni 2023 laufenden Vorbereitungsarbeiten werden unverändert fortgesetzt. Diese umfassen ein neues Bahntechnikgebäude, Kabelquerungen sowie Sicherungs- und Signalanlagen. Sobald die Möglichkeit besteht, werden die Hauptarbeiten aufgenommen.

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