Bahnhofstrasse wird erlebbarer
An der Bahnhofstrasse in Lenzburg sind die Bauprofile gegenüber der Rudolf-Steiner- Schule unübersehbar. Die markante, 106-jährige Villa Fischer wird abgebrochen und macht einem Neubau Platz.

Die markante Villa Fischer wurde im Jahre 1890 gebaut, 1911 umgebaut und erweitert. Laut den bis 20. Februar öffentlich aufliegenden Akten des Baugesuchs wird die Villa abgebrochen. Wehmut darüber, dass ein weiteres Stück Alt-Lenzburg samt einem Stück eines privaten Gartens verschwindet, oder Vorfreude darüber, dass die Bahnhofstrasse in einem Abschnitt besser erlebbar wird?
Baurechtlich ist klar, die Villa Fischer gilt nicht als kommunal schützenswertes Kulturobjekt. Dieser Sachverhalt wird von Christoph Schnegg, Abteilungsleiter Hochbau, und von Helen Bisang, Leiterin Stadtbauamt, bestätigt. Sowohl Velofahrer als auch Fussgänger werden heute im fraglichen Abschnitt von über 100 Metern entlang einer rund ein Meter hohen Stützmauer mit zusätzlicher bis rund zwei Meter hohen Böschung geführt. Die Stützmauer, gebaut nach dem 2. Weltkrieg, unterbindet einen Bezug zur angrenzenden heutigen Bebauung. Dies soll sich nun ändern.
Neubau mit 18 Wohnungen
Der 49 Meter lange und 12 Meter breite Neubau mit 18 Wohnungen und den zwei Gewerberäumen hinter grosszügigen Verglasungen wird ebenerdig an die Bahnhofstrasse gerückt. Was die Vorplatzgestaltung betrifft, sind die Würfel noch nicht gefallen. Über die Bahnhofstrasse wird derzeit ein Betriebs- und Gestaltungskonzept erarbeitet, das die Vorplatzgestaltung des Neubaus beeinflussen wird. Die erforderlichen 20 Parkplätze können noch in der bestehenden Einstellhalle unter dem langen, rückwärtigen Wohnblock entlang der SBB-Linie untergebracht werden.
Die Bausumme wird mit 6,8 Millionen Franken ausgewiesen. Da das Baubewilligungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist, gilt der Baubeginn auf dem Grundeigentum der Credit Suisse als unbekannt.



