Alte Möbel, neues Konzept und ein neu-alter Name

Phönix Im und ums Quartier Im Lenz läuft gastronomisch einiges: Das «Baracuda» fand Aufnahme im «Gault Millau» und das «Phönix» ändert das Konzept und den Namen.

<em>Essensausgabe:</em> Im «Lenzburger Kosthaus» arbeiten auch Menschen mit psychischen Problemen oder Lernbehinderungen. Fotos: Fritz Thut

<em>Essensausgabe:</em> Im «Lenzburger Kosthaus» arbeiten auch Menschen mit psychischen Problemen oder Lernbehinderungen. Fotos: Fritz Thut

<em>Leitet die Institution Phönix:</em> Johannes Marhenke im «Lenzburger Kosthaus».

<em>Leitet die Institution Phönix:</em> Johannes Marhenke im «Lenzburger Kosthaus».

<em>Neuer Name: </em>Plakat mit Schriftzug «Lenzburger Kosthaus» an der Fassade.

<em>Neuer Name: </em>Plakat mit Schriftzug «Lenzburger Kosthaus» an der Fassade.

Das «Phönix» und das «Barracuda» liegen Luftlinie nur 50 Meter voneinander entfernt. Und die beiden Restaurants haben eine Gemeinsamkeit: Sie bieten Menschen mit Beeinträchtigungen die Möglichkeit, sich in den Arbeitsprozess zu integrieren.

Der Verein Phönix bietet zudem «teilbetreutes Wohnen» an. In verschiedenen Wohnungen in der Region werden die Klienten durch einen Wohn- betreuer im Bezugspersonensystem begleitet. Gemäss Institutionsleiter Johannes Marhenke hat man die entsprechende Betriebsbewilligung des Kantons seit 2016; momentan nehmen 14 Personen am Programm teil.

Restaurant als Schaufenster

Wesentlich bekannter ist der Verein Phönix jedoch durch das Restaurant am Niederlenzer Kirchweg 5. «Mit der Gastronomie erzielen wir die grösste Aussenwirkung», so Marhenke. Seit Juni 2013 hat «Phönix» das ehemalige Kosthaus der Hero von der neuen Besitzerin, der Sammelstiftung CoOpera PUK, gepachtet.

«Phönix» bietet eine Vielzahl von Ausbildungsplätzen, etwa solche mit einem Eidgenössischen Berufs-Attest (EBA), an. «Wir wollen das Soziale jedoch nicht heraushängen; wir sind kundenorientiert» so Johannes Marhenke. Dies gilt speziell fürs Restaurant. Obwohl man durch die Funktion als Kantine, etwa der ABB, über eine «gewisse Grundauslastung» verfüge, hat man sich Gedanken über den Betrieb gemacht. Und die Flucht nach vorne angetreten. Mit einem neuen Konzept will man die Besucherzahl erhöhen und durch die Öffnung am Samstag und Sonntag «weiteren Interessenten ermöglichen, bei uns reinschauen zu können», so der Leiter.

Brunch und Kultur

Ab nächstem Sonntag ist das Restaurant jeweils samstags und sonntags von 9 bis 13 Uhr zu einem reichhaltigen Brunch mit Pancakes, Rührei, Speck, Müesli und vielem Weiterem à discrétion geöffnet. Regelmässig gibt es zusätzlich kulturelle Anlässe, so findet am Start-Sonntag, 21. Oktober, um 11 Uhr ein Café Littéraire mit Autorin Barbara Achermann statt.

Das neue Konzept geht einher mit einem Namenswechsel. Das «Phönix» heisst neu «Lenzburger Kosthaus» und soll damit an frühere Zeiten erinnern. Parallel dazu hat man das Interieur angepasst: Verschiedene, im vereinseigenen Atelier aufgefrischte Vintage-Möbel laden zum Verweilen, sind aber auch käuflich zu erwerben.

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