Aabach in Lenzburg wird aufgewertet

Auf einer Länge von 230 Metern soll der Aabach in Lenzburg ein Stück naturnaher gestaltet werden. Geplant ist die Aufwertung zwischen dem Weg, der die Seonerstrasse mit der Bachstrasse verbindet, und der Aavorstadt.

Hanspeter Lüem und Martin Stücheli (r.): Sind von der Entfernung des Uferverbaus (Bildmitte) überzeugt. Foto: AG
Hanspeter Lüem und Martin Stücheli (r.): Sind von der Entfernung des Uferverbaus (Bildmitte) überzeugt. Foto: AG

Das Baugesuch für die Renaturierung liegt noch bis zum 5. März auf dem Stadtbauamt Lenzburg öffentlich auf. Wer sich ein dickes Projektdossier vorstellt, liegt nicht richtig. Der kantonale Gewässerbeauftragte Hanspeter Lüem hat die Massnahmen auf einem Situationsplan 1:1000 dargestellt und sie mit wenigen Wörtern umschrieben.

Die Abteilung Landschaft und Gewässer des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) nutzt sich bietende Gelegenheiten, um einzelne Gewässerabschnitte im Aargau naturnaher auszubilden. Im Konkreten soll auf einer Länge von 110 Metern der westseitige Uferverbau des Aabachs entfernt werden. Quadersteine im Bachbett sollen zu einem mäandrierenden Bachlauf und lokal zu willkommenen Vertiefungen verhelfen. Im untersten Abschnitt des Projektes, also zwischen dem Scheunenweg und der Aavorstadt, werden Wurzelstöcke ins Bachbett versetzt.

An einer Begehung mit Anwohnern vor Tagen wurde das Projekt präzisiert und in einem Punkt modifiziert. Bei der wellenartigen und naturnahen Gestaltung der Uferabflachung mit Ruhezonen für die Fische zählt Hanspeter Lüem auf die Erfahrungen und das «Gspüri» des beauftragten Baggerführers.

Viele Gewinner trotz bescheidener Kosten

Der Stadtrat Lenzburg begrüsst die Renaturierung. «Mit dieser Massnahme können wir erneut ein Stück Natur in das Siedlungsgebiet zurückbringen», äussert sich Stadtrat Martin Stücheli, der neue Bauvorsteher. Er spricht von einem Gewinn für Fische, für die Natur und für die Erholungssuchenden.

Stadtplanerin Helen Bisang freut sich ebenfalls über die punktuelle Aufwertung, liegt diese doch ganz auf der Linie des erarbeiteten Freiraum- und Landschaftsentwicklungskonzepts. Die bescheidenen Kosten trägt der Kanton Aargau. Nicht bekannt ist der genaue Baubeginn. Mit Rücksicht auf die Schonzeit für die Fische kann frühestens im Mai begonnen werden.

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