5-Milliarden-Marke noch knapp verpasst

Passend zum Hauptcredo der Bank konnte die Hypi einen «soliden Jahresabschluss» präsentieren. Der Jahresgewinn wurde um 1,7 Prozent gesteigert. Die Dividende liegt weiter bei 110 Franken pro Aktie.

Zeigten sich zufrieden: CEO Marianne Wildi und Verwaltungsratspräsident Gerhard Hanhart orientierten am Hauptsitz der Hypothekarbank Lenzburg Medienvertreter über den Jahresabschluss 2016. Foto: Chris Iseli
Zeigten sich zufrieden: CEO Marianne Wildi und Verwaltungsratspräsident Gerhard Hanhart orientierten am Hauptsitz der Hypothekarbank Lenzburg Medienvertreter über den Jahresabschluss 2016. Foto: Chris Iseli

Die Hypothekarbank Lenzburg wagt sich an innovative Themen und geht damit gemeinsam mit ihren Kunden in die digitale Zukunft. Im Innersten ist die Hypi seit 149 Jahren ein grundsolides, geerdetes Geldinstitut, das dank seiner Bodenständigkeit auch Stürme wegstecken kann.

Auf der andern Seite gibt man sich seit rund einem Jahr extrem offen für neue, innovative Ideen und Produkte. Trotz den Investitionen in solch «moderne» Gadgets präsentierten Verwaltungsratspräsident Gerhard Hanhart und CEO Marianne Wildi einen erfreulichen Abschluss für das Jahr 2016.

Hanhart bewertete das letzte Jahr als «interessant, aber schwierig». Vor allem der Start sei von Unsicherheit geprägt gewesen, Brexit und die Wahlen in den USA trugen nicht substanziell zur Beruhigung bei. Immerhin hielt sich «die Binnenwirtschaft stabiler als befürchtet» und die Bauwirtschaft «zeichne sich wie in den Vorjahren durch eine grosse Auslastung aus».

In diesem Kontext bezeichnete der Verwaltungsratspräsident den Abschluss der Hypi als «solid». Dies ist vielleicht eine Untertreibung angesichts der Tatsache, dass die Hypi im Berichtsjahr den Gewinn um 369000 Franken oder 1,7 Prozent auf 21,63 Millionen Franken steigern konnte. Dieser Wert wäre noch höher ausgefallen, wäre der Geschäftsaufwand (plus 6,1 Prozent) nicht mehr gestiegen als der Geschäftsertrag (plus 4,7 Prozent). Doch genau hier schlagen sich die Investitionen in Personal und neue Produkte und damit indirekt in die Zukunft nieder.

Gründe zur Freude finden die Hypi-Verantwortlichen im Zahlenberg, der jeweils nach dem Jahreswechsel produziert werden muss, viele. Für Hanhart ist es schön, dass die Hypothekenbank «96 Prozent der Ausleihungen mit Kundengeldern refinanziert». Leider sehe er an der Zinsfront «noch keine Entlastung». Für die Hypothekarkunden ist dies eigentlich eine gute Nachricht. Sie machten sich im letzten Jahr oft die Tiefzinsphase zunutze und liessen die Hypothekarforderungen der Hypi um 6,1 Prozent auf 3,73 Milliarden steigen. An der strengen Vergaberichtlinie wurde indessen nicht geschraubt. Hanhart: «Wir erhöhen unser Risiko nicht, unsere Kreditvergabeparameter bleiben unverändert.»

CEO Marianne Wildi freute sich auch über die Erhöhung der Kundengelder und die um sage und schreibe 39 Prozent gesteigerten Vermögensverwaltungsmandate. Das von Reto Huenerwadel geleitete HBL Asset Management wurde da für ihren Aufbau eines klar strukturierten Anlage-Angebots belohnt. Ebenfalls gesteigert wurden die Einnahmen für die eigene IT-Plattform Finstar. Die Hypi-Tätigkeiten im letzten Jahr summierten sich zu einer neuen Rekord-Bilanzsumme von 4940 Millionen Franken. «Schade, dass wir die 5-Milliarden-Marke knapp verpasst haben», stellte Wildi fest. Doch so bleibt diese Zahl für das 150-Jahr-Jubiläum ein realistisches Ziel.

Für die Aktionärs-GV vom 18. März 2017 wird eine gleichbleibende Dividende von 110 Franken beantragt.

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