444 Waffenläufe bedeuten Weltrekord
Über 1200 Startende verzeichnete der Lenzburger Lauf. Einer, ein Waffenläufer, stellte alle in den Schatten.
Bei bestem Laufwetter zelebrierte Lenzburg seinen traditionellen Lauftag. Auch ein leichter Teilnehmerrückgang konnte die positive Bilanz von OK-Chef Daniel Taubert nicht schmälern. Und: Taubert durfte einem Weltrekordler persönlich gratulieren.
Leiden und Schweiss
Er kämpfte, er litt, er schwitzte – und am Schluss strahlte er mit der Sonne um die Wette. Mehr als doppelt so lange wie Sieger Heinz Bodenmann aus dem appenzellischen Gais war Heiri Gehring am 11. Lenzburger Waffenlauf unterwegs, aber das war dem 72-jährigen Zürcher herzlich egal.
«Ich habe die 14,4 Kilometer eben in vollen Zügen genossen», resümierte Gehring seinen Lauf. In Lenzburg absolvierte er seinen sage und schreibe 444. Waffenlauf – neuer Weltrekord! «Das habe ich erst gar nicht richtig realisiert», so OK-Chef Daniel Taubert, «aber das ist stark. Ich habe Heiri zu seiner grossartigen Leistung persönlich gratuliert.»
Schon bald dürfte die Rekordmarke übrigens wieder fallen. Gehring hat angekündigt, am übernächsten Samstag am Waffenlauf anlässlich des Wohler Pfingstlaufs starten zu wollen. «Bis dann sollte ich mich erholt haben», sprachs und setzte sich mit einem Augenzwinkern in den kühlen Schatten.
Weniger Starts, beste Stimmung
Auch wenn die 2017er-Ausgabe des Lenzburger Laufs mit 1234 Teilnehmenden rund 280 Startende weniger hatte als jene vor einem Jahr, zufrieden waren die Organisatoren gleichwohl. «Sogar sehr zufrieden», so Taubert, «ideales Wetter, beste Stimmung auf und neben der Strecke und keine Verletzungen – es passte alles.»
Dass die Schnellsten der 11,6 Kilometer langen Hauptläufe aus der näheren Umgebung kamen, rundete das positive Bild ab. Bei den Männern gewann der 26-jährige äthiopische Asylbewerber Guta Fikru von der Aarauer Trainingsgemeinschaft.
Bei den Frauen war Annique Schneider (38) aus Staufen diesmal die Schnellste, nachdem sie letztes Jahr auf Rang zwei kam. Zum vierten Mal führten die Lenzburger heuer ihre «Charity-Stafette» durch, ein Wohltätigkeitslauf für Dreierteams. Diesmal kamen 750 Franken zusammen, welche der gemeinnützigen Organisation Cartons du Cœur übergeben werden.
180 Personen arbeiten mit
Die Organisation des Lenzburger Laufs liegt in den Händen des Turnvereins. Daniel Taubert steht dem OK seit acht Jahren vor, assistiert von Christine Wilhelm. Total arbeiten rund 180 Personen für eine reibungslose Durchführung mit. «Wir sind glücklich über die vielen helfenden Hände», so Taubert. Auf dass auch im kommenden Jahr der Lenzburger Lauf zu einem unvergesslichen Erlebnis werden wird.
Die vollständigen Ranglisten sind zu finden auf der Homepage www.lenzburgerlauf.ch.







