2,225 Kandidaten pro Einwohnerratssitz
Am 26. November wird das Lenzburger Stadt-Parlament neu bestellt. 89 Kandidaten, verteilt auf 8 Listen, bewerben sich um die 40 Sitze. Dies sind mehr als der Durchschnitt der letzten 20 Jahre.

Für jeden der 40 Plätze im Lenzburger Einwohnerrat bewerben sich 2,225 Kandidaten. Die Gesamtzahl von 89 Anwärtern erscheint lediglich tief, wenn man sie mit dem Wert der letzten Wahlen, 2013, vergleicht, als fast 100 Lenzburger in die Legislative drängten.
In den bisherigen 12 Einwohnerratswahlen gab es fünfmal noch weniger Kandidaten, wobei im Jahr 2001 mit 75 ein Tiefstwert erreicht wurde. Mehr als jeder zweite Kandidat wurde damals in den Rat gewählt.
Total sieben Mal lag die Kandidatenzahl über dem aktuellen Wert, wobei die Anfangseuphorie über das neu geschaffene Parlament relativ schnell abflachte: In den allerersten Rat, der nur zwei Jahre tagte, drängten sage und schreibe 147 Kandidaten (siehe Grafik). Die beiden damals dominierenden Parteien hatten 36 (FDP) und 35 (SP) Namen auf der Liste. Die Freisinnigen ergatterten im ersten Einwohnerrat 15 Plätze, die Sozialdemokraten deren 10. Die Bürgerpartei Lenzburg (heute SVP) kam mit 27 Kandidaten auf 6 Sitze.
Neben den fünf bei allen Lenzburger Einwohnerratswahlen vertretenen Parteien CVP, EVP, FDP, SP und SVP machten früher sporadisch der LdU oder kommunale Gruppen wie Team Lenzburg oder Regionale IG mit. Seit 2013 sind mit den Grünen, GLP und BDP alle grösseren Parteien des Landes vertreten; die Auswahl von 8 verschiedenen Listen ist also eine jüngere Erfindung.
Dass es immer mehr Anstrengungen braucht, die Listen auch nur halbwegs zu füllen, zeigt sich an der Tatsache, dass diesmal nur die SP 20 Namen präsentiert. Nur hier kann der Stimmbürger mit konsequenter Kumulierung einen Wahlzettel mit lauter «eigenen» Kandidaten einwerfen.
Von den 40 bisherigen Einwohnerräten treten 36 wieder an; Dennis Mayer neu für die FDP statt wie bisher für die BDP.



