120 Jahre «Gut zum Druck» bei Kromer
Jubiläum Mit einer Feier im Museum Burghalde feierte der Lenzburger Traditionsbetrieb Kromer sein 120-Jahr-Jubiläum. Noch bis nächsten Monat läuft hier eine PopUp-Ausstellung über die Firma.

Zahlreiche Familien- und Betriebsangehörige sowie Kunden, vor allem Vertreter der öffentlichen Hand, waren ins Burghaldenhaus und in das benachbarte Museum Burghalde geladen, um mit der Firma Kromer eine Lenzburger Institution zu feiern. Der Ort des Anlasses «‹Gut zum Druck› – 120 Jahre Druckerei Kromer» war nicht zufällig gewählt, ist doch im im letzten Herbst wieder eröffneten Museum eine so genannte PopUp-Ausstellung dem Jubilar gewidmet.
Patron, Unternehmer und – offiziell – Senior Consultant Theo Kromer erinnerte als Gastgeber daran, dass man vor wenigen Jahren ganz unkonventionell das 111-Jahr-«Jubiläum» gefeiert habe. In diesem Kontext kann man locker darüber hinwegsehen, dass das 120-Jährige etwas zu spät gefeiert wurde, denn die Gründung der heutigen, mittlerweile in verschiedene Sparten aufgegliederten Kromer-Gruppe erfolgte 1898 durch den Grossvater von Theo Kromer.
Im Gebiet Ziegelacker hatte Franz Xaver Kromer eine kleine Druckerei übernommen. Das Geschäft entwickelte sich laufend und parallel dazu setzte eine Odyssee zu verschiedenen Standorten in der Stadt ein: Nach dem Ziegelacker gings ins «Lenzburger Bezirks-Anzeiger»-Gebäude am Kronenplatz und von dort weiter an den Unteren Haldenweg. Erst vor kurzem, im Jahr 2017, wurde der neue Produktionsbau im Industriegebiet Gexi bezogen.
Fortschritt bedeutet Veränderung
Stadtammann Daniel Mosimann würdigte in seinem Grusswort die flexible Grundhaltung der Kromer-Verantwortlichen. Dem Grundsatz, Fortschritt bedeutet oder bedingt Veränderung, habe man in den letzten 120 Jahren nachgelebt. In einer Branche mit laufendem technologischem Wandel habe die Kromer-Gruppe stets mitgehalten. «Ab den 2000er-Jahren ist dann die Post richtig abgegangen», so Mosimann.
Eine Konstante ortete der Stadtammann jedoch: «Immer präsent ist das Bekenntnis zum Standort Lenzburg.» Für die damit verbundenen Steuerfranken bedankte sich Mosimann explizit. «Die Steuern bezahlen wir gern, denn dank guter Verwaltung und Politik haben wir Gewähr, dass dieses Geld gut verwendet wird», hatte Theo Kromer diese gegenseitige verbale Schulterklopferei lanciert.
«Wichtig für Stadt und Region»
Der Stadtammann gratulierte abschliessend zur langen Firmengeschichte und «zum Glauben an die Druckbranche»: «Die Kromer-Gruppe ist wichtig für Stadt und Region.» Der Slogan «Heute in das Morgen investieren» zeige, dass die jubilierende Firma mit ihren rund 120 Arbeitsplätzen (davon 16 Ausbildungsplätze für Lehrlinge) für die Zukunft bestens gerüstet ist.
Von Urs F. Meier, Präsident Stiftung Museum Burghalde, erhielt Theo Kromer ein Bild des späteren Kromer-Gebäudes am Kronenplatz mit Stadtmusik und Männerchor. Als Basis fürs künftige Firmen-Museum?



