«Wilhelmina» nun in der Natur

Schloss Hallwyl In seiner zweiten Saison widmet sich «Wilhelmina – Fest der Künste» dem Thema Natur. Zwischen dem 17. August und dem 4. September gibts sechs Veranstaltungen mit total 21 Aufführungen.

Verantwortlich für «Wilhelmina»: Geschäftsführer Markus Müller und der künstlerische Leiter Walter Küng im Schloss Hallwyl. Foto: Fritz Thut
Verantwortlich für «Wilhelmina»: Geschäftsführer Markus Müller und der künstlerische Leiter Walter Küng im Schloss Hallwyl. Foto: Fritz Thut

Nachdem sich das der prominentesten Besitzerin und Bewohnerin des Seetaler Wasserschlosses im 20. Jahrhundert gewidmete Kulturfestival 2021, in seiner ersten vollen Saison, des Themas Adel angenommen hatte, ist nun der Begriff Natur als Dachmarke gewählt.

«Wilhelmina – Fest der Künste» bietet in diesem Jahr «sechs künstlerische Formate», wie sich der künstlerische Leiter Walter Küng ausdrückt. Dabei hat Küng grossen Wert auf unterschiedliche Disziplinen, Austragungsorte und Zielgruppen gelegt. Passend zum Motto Natur finden die meisten der 21 Vorstellungen unter freiem Himmel statt.

Schloss als Zentrum

Schloss Hallwyl ist nach wie vor das Zentrum der allermeisten Veranstaltungen. Zum Auftakt gibt die Aussenansicht die Kulisse ab zu «einer romantischen Serenade». Unter dem Titel «Deine Augen funkeln wie die Sterne in der Nacht» soll mit Musik und Schauspiel den Themen Sehnsüchte, Begierde und Träume nachgegangen werden. Auf dem Kiesplatz am Aabach sind etwa Gassenhauer von Bellini und Dvorak zu hören.

In einem Wäldchen rund ums Schloss wird das Spiel von Kindern zu Erich Kästners Text «Konferenz der Tiere» angesiedelt. Im Schlosshof selbst geht es an zwei Septemberabenden Tieren im übertragenen Sinn an den Kragen: Unter «Fern hallt es im Schlosse – das Jagdhorn ruft» gibt es das Halali der Jagdhörner von acht Bläsern zu hören und zudem gibt es an festlich gedeckten Tischen zu Ehren der Jagdgöttin Diana ein Drei-Gang-Menü, unter anderem mit Wildschweinragout. Am Schlussabend huldigen Mitglieder des Jugend-Sinfonieorchesters mit der Holberg-Suite von Edvard Grieg nochmals der Natur – und leiten über zur «Wilhelmina 2023».

Brestenberg als Symbol des Zerfalls

Wie letztes Jahr versprochen, wird das ehemalige Schlosshotel Brestenberg wieder ins Festival einbezogen. In einer musikalisch-theatralen Inszenierung soll hier die Natur des Zerfalls dargestellt werden. Zwei Kellner und ein Barpianist lassen mit Anekdoten alte Zeiten aufleben, doch müssen sie die Gäste aus dem Haus geleiten. «Die Natur ergreift Besitz der Räumlichkeit», so Walter Küng.

Das sechste Programm – «Laut & Luise» – ist in Aesch und Seon dem Wein gewidmet.

Neuer «Wilhelmina»-Geschäftsführer ist mit Markus Müller ein Kulturmanager mit umfassender Open-Air-Erfahrung. «Hier bin ich nochmals in eine ganz eigene Welt eingetaucht», erzählt er von den ersten Eindrücken und den hier gebotenen Rücksichtnahmen auf Schutzzonen.

Internet:www.wilhelmina-hallwil.ch.

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