Wenn die Putzfrau auf Mörderjagd geht

Was passiert, wenn die Putzfrau auf Mörderjagd geht, zeigte die Musikgesellschaft Boniswil in ihrem Theaterstück «Katharina die Kühne» am letzten Wochenende.

Turbulentes Theater in Boniswil: Verhaftung des Mörders im Stück «Katharina die Kühne». Foto: Alexander Studer
Turbulentes Theater in Boniswil: Verhaftung des Mörders im Stück «Katharina die Kühne». Foto: Alexander Studer

Vor zahlreichem Publikum liefen die Schauspielerinnen und Schauspieler zu grosser Form auf. Vor allem die etwas einfach gestrickte, aber schlagfertige Putzfrau Katharina Pfister, gespielt von Lore Siegrist, hatte etliche Male die Lacher auf ihrer Seite.

Da findet sie im Büro einen Toten, dieser ist dann aber verschwunden und sie steht dumm da. Zu allem Überfluss ist der mit dem Fall betraute Polizei-Hauptmann Koller (Heiri Dössegger) ein verflossener Jugendfreund der Putzfrau, was die ganze Angelegenheit nicht unbedingt vereinfacht. Die Freude am Wiedersehen mit dem etwas sturen, kränkelnden Beamten war denn auch nur einseitig.

Zudem mischte sich Katharina stets in die Ermittlungen der Polizei ein, was zwar das Publikum ergötzte, aber gar nicht im Sinne von Koller war. Als dann die Leiche in der Person von Lukas Manz (Röbi Stierli) plötzlich auftrat, war das Chaos total.

Koller und sein Gehilfe Stubenrauch (Alex Gut) hatten alle Hände voll zu tun. Affären der Frau von Manz (Nicole Siegrist), die Beziehung des Buchhalters Wegmann (Adrian Schäppi) zu der adretten Rita Manz und das Verhältnis der unterwürfigen Sekretärin Seitz (Brigitte Bolliger) zu ihrem Chef Manz überforderten teilweise Koller, nicht aber die Putzfrau. Als kurz darauf eine Leiche gefunden wurde, nahm der Fall eine dramatische Änderung.

Die gefundene Leiche des Liebhabers von Frau Manz führte die Ermittlungen in eine ganz andere Richtung. Nicht der betrogene Ehemann wurde als Mörder überführt, sondern der verschmähte Buchhalter Wegmann, der seine Gefühle für die adrette und hübsche Frau Manz nie verbergen konnte.

Im grossen Finale, an dem Katharina zur Hochform auflief, Hauptmann Koller in den Schrank bat, um als Zeuge ihres Gesprächs mit Wegmann in der Nähe zu sein, wurde sie beinahe das nächste Opfer des Mörders. Aber auch diese Szene meisterte sie mit Geschick und gutem Mundwerk problemlos.

Mit dieser Kriminalkomödie von Jack Popplewell hat das Ensemble, unter der Regie von Georg Bussmann, eine tolle Leistung vollbracht und dem Publikum vergnügliche Stunden bereitet. Der grosse Applaus am Ende war überaus verdient.

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