Trainsurfer von Strom erfasst und tödlich verletzt

Am Bahnhof Lenzburg gelangten die Jugendlichen auf den Zug.Foto: Melanie Burgener
Am Bahnhof Lenzburg gelangten die Jugendlichen auf den Zug.Foto: Melanie Burgener

Beinwil am See Am Donnerstagabend kletterten zwei sogenannte Trainsurfer auf das Dach eines Zuges zwischen Lenzburg und Mosen. Der eine erlitt dabei einen Stromschlag, welcher ihn tödlich verletzte. Der Begleiter wurde nicht verletzt. Die Bahnlinie wie auch die Autostrasse zwischen Beinwil am See und Mosen waren für mehrere Stunden gesperrt.

Die Einzelheiten gemäss Kantonspolizei

Am Donnerstagabend, 5. Februar, um 19.30 Uhr erhielt die Kantonspolizei Aargau die Meldung, dass auf der Bahnlinie zwischen Beinwil am See und Mosen zwei sogenannte Trainsurfer auf das Dach eines Zuges gestiegen waren. Dabei handelte es sich um einen 17- und einen 18-jährigen Mann. Gemäss ersten Erkenntnissen bestiegen die beiden jungen Männer den Zug im Bahnhof Lenzburg. Im Bereich Beinwil am See geriet der 18-Jährige zu nahe an stromführende Komponenten des Zuges und erlitt dadurch einen Stromschlag, welcher ihn leider tödlich verletzte. Durch den starken Stromschlag schleuderte es den 18-Jährigen vom Dach des fahrenden Zuges. Sein Begleiter, ein 17-Jähriger, wurde beim Vorfall nicht verletzt. Er wurde vor Ort durch ein Care-Team betreut. Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen zur Klärung des genauen Unfallhergangs aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine entsprechende Untersuchung. Für die Bergungsarbeiten waren sowohl die Bahnlinie wie auch die Hauptstrasse zwischen Beinwil am See und Mosen für mehrere Stunden gesperrt. Die Feuerwehr Birrwil und die Regiowehr Aesch richteten eine entsprechende Umleitung ein. Nebst der Kantonspolizei Aargau waren Polizeikräfte der Regionalpolizei Aargau Süd und der Luzerner Polizei am Einsatz beteiligt. Zudem standen auch ein Rettungswagen sowie Mitarbeitende der SBB-Feuerwehr-Intervention im Einsatz.

Der zweite Fall in kurzer Zeit

Bereits am 24. Januar kam es im Bahnhof Zofingen leider zu einem gleich gelagerten Fall, wobei ein 17-Jähriger auf einen Güterwagen kletterte und ebenfalls von einem Stromschlag erfasst und tödlich verletzt wurde. Zusammen mit zwei gleichaltrigen Kollegen gelangte dieser in der Nacht auf Samstag, 24. Januar, zum Bahnhof Zofingen. Dort überschritt er ein Gleis und bestieg einen der Wagen eines stehenden Güterzugs. Dabei geriet er in die Nähe der stromführenden Fahrleitung, erlitt einen Stromschlag und stürzte vom Wagen. Nach der Alarmierung durch Kollegen um 3.15 Uhr rückten Polizei und Rettungsdienst an. Diese konnten jedoch nur noch den Tod des Jugendlichen feststellen. Die Kantonspolizei hat ihre Ermittlungen nach den genauen Umständen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine Untersuchung. Im Bereich von Gleisen und Fahrleitungen besteht höchste Lebensgefahr: Gleisanlagen dürfen keinesfalls betreten und Bahnwagen keinesfalls bestiegen werden. Die Gefahr durch herannahende Züge oder durch Stromschläge ist allgegenwärtig. (Kapo/rfb)

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