Sarmenstorf will 2,2 Millionen in Kunstrasen investieren
Sarmenstorf In Sarmenstorf wartet ein grösseres Investitionsprojekt auf. Die Gemeindeversammlung wird entscheiden.

Ende 2025 lebten 3210 Einwohnerinnen und Einwohner in Sarmenstorf. Derweil spielen im FC Sarmenstorf rund 350 Mitglieder, darunter sind Junioren, Aktive und Senioren. Und eigentlich möchten noch mehr Menschen in Sarmenstorf regelmässig Fussball spielen. «Aktuell haben wir Wartelisten», erklärt der zuständige Gemeinderat Magnus Döbeli. Das Problem: Derzeit gibt es in Sarmenstorf zwei 11er- Spielfelder mit Naturrasen sowie einen kleinen Sandplatz. Die wöchentliche Belegung des Platzes ist gemäss Gemeinde und FC bei über 50 Stunden. Während rund 25 Prozent der Trainings- und Spielzeit können die Plätze aufgrund des Wetters nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden. Auch aus diesem Grund liebäugelt die Gemeinde schon längere Zeit mit der Anschaffung eines Kunstrasens, um der gestiegenen Nachfrage in Sarmenstorf gerecht zu werden. Damit sollen aber nicht nur die Bedürfnisse des FC Sarmenstorf erfüllt werden, sondern auch jene von Bewohnenden im Dorf. «Wir haben unter anderem an einem Freitagnachmittag Kunstrasen in Zürich besichtigt. Der Rasen war gut bevölkert von Jugendlichen, die zusammen Fussball gespielt haben», erklärt Döbeli. Auch in Sarmenstorf wolle man den Jugendlichen einen weiteren Ort anbieten, wo sie zusammen Fussball spielen können.
Mit dem Budget 2025 wurde bereits ein Kredit für eine Machbarkeitsstudie in der Höhe von 45000 Franken bewilligt. Geplant ist nun der Umbau des Hauptplatzes von einem Natur- in ein Kunstrasenspielfeld gemäss den Vorgaben des Schweizerischen Fussballverbandes. Zudem soll der Spielplatz eine LED-Beleuchtung inklusive vier neuer Lichtmasten erhalten. Damit werden die Stromkosten um rund 50 Prozent gesenkt. Hinzu kommen ausserdem eine komplette Ausstattung an Geräten für den Spielbetrieb und eine benötigte Maschine für die Pflege des Kunstrasens. Die geplanten Kosten für das Projekt belaufen sich auf 2,9 Millionen Franken. Den Kredit, über den die Einwohnenden an der Gemeindeversammlung abstimmen, ist aber tiefer. «Die Gemeinde übernimmt 2,2 Millionen Franken. 400000 Franken erhalten wir von den kantonalen Swisslos-Sportfonds. 300000 Franken bringt der FC Sarmenstorf selbst auf.» Dass sich ein Fussballclub mit so einer grossen Einlage am Projekt beteilige, sei eher nicht die Norm. «Aber in Sarmenstorf hat das fast schon ein wenig Tradition. Die Verantwortlichen sind Feuer und Flamme für das Projekt.» Zudem gebe es im Dorf auch viele Gwerbler, die dem Fussball wohlgesinnt seien. Mit dem geplanten Kunstrasen sind die Projekte für den FC aber noch nicht abgeschlossen. «Mittelfristig werden wir uns auch um das Clubhaus kümmern müssen, das bereits in die Jahre gekommen ist», so Döbeli. Die jährlichen Betriebskosten für den Kunstrasen werden sich gemäss Gemeinde und FC auf ungefähr 26250 Franken belaufen. Der Unterhalt eines Naturrasens kostet das Doppelte im Jahr. Wenn das Projekt an der Gemeindeversammlung vom 11. Juni bewilligt wird, starten die Planungsarbeiten bereits im September. Die Bauarbeiten sind für Herbst 2027 geplant.



