Regionalpolizisten und Ranger putzten am Ufer

Bereit zum Ausrücken: Mitglieder der Regionalpolizei Lenzburg flankieren die Hallwilersee-Ranger-Chefin Murièle Jonglez. Foto: Fritz Thut

Bereit zum Ausrücken: Mitglieder der Regionalpolizei Lenzburg flankieren die Hallwilersee-Ranger-Chefin Murièle Jonglez. Foto: Fritz Thut

Einsatz im und am Wasser: Die Regionalpolizisten Markus Basler und Ferdi Bürgi. Foto: Fritz Thut

Einsatz im und am Wasser: Die Regionalpolizisten Markus Basler und Ferdi Bürgi. Foto: Fritz Thut

Hallwilersee: Sie sahen gerade in diesem Jahr, wie stark der See von Besuchern in Beschlag genommen wurde. Nun beteiligten sich Regionalpolizisten und Hallwilersee-Ranger am nationalen Clean-up-Day und putzten Uferabschnitte.

Sie sind speziell dann im Einsatz, wenn der Hallwilersee im Fokus von Hunderten und Tausenden von Besuchern steht. Sie informieren, tadeln und büssen. Die Hallwilersee-Ranger und Regionalpolizisten sorgen rund um das Aargauer Juwel für Ordnung.

Für einmal traf man die Ordnungshüter in einer andern Rolle an: Ausgerüstet mit Greifzangen, Kübeln und Abfallsäcken sammelten Mitglieder der Regionalpolizei (Repol) Lenzburg, der Repol aargauSüd und der Ranger entlang dem Uferweg Abfall ein. «Mit diesem Einsatz möchten wir darauf hinweisen, dass es uns als Ordnungs- und Landschaftshüter sehr wichtig ist, der Naturperle Hallwilersee Sorge zu tragen», umschreibt Repol-Lenzburg-Chef Ferdi Bürgi die Motivation für die Aktion.

Der Coronasommer habe gezeigt, wie die Zukunft aussehen könnte, sagt Bürgi. Mit der Bevölkerungszunahme werde die Belastung des Hallwilersees weiter zunehmen. Mit der Zahl der Ausflügler wachsen auch die unschönen Nebenerscheinungen wie illegale Feuerstellen oder generell das Littering.

Andere zum Mitmachen animieren

Hier hakte Murièle Jonglez, seit diesem Jahr Chefin der Hallwilersee-Ranger, ein: Sie erwähnte bei ihrer Clean-up-Day-Instruktion, wie stark weggeworfener Abfall die Umwelt belastet. So geht es rund 400 Jahre, bis sich eine PET-Flasche in Mikroplastik verwandelt. Ein Zigarettenstummel verseucht durchschnittlich 40 Liter Grundwasser. Solche Raucherabfälle fanden Polizisten und Ranger neben vielem anderen Unrat entlang dem Uferweg zu Hunderten. 

«Dieser Aufräumtag soll auch ein Zeichen setzen und die Leute animieren, mit der Natur behut- und sorgsam umzugehen», hofft Ferdi Bürgi in diesem Fall auf viele Nachahmungstäter. 

Die Abfallsammler von beidseits des Hallwilersees trafen sich nach dem aussergewöhnlichen Einsatz zu einem gemeinsamen Grillabend – nicht am Ufer und ohne Abfall zu hinterlassen.

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