Politapéro mit über 150 Teilnehmern in Seon

Seon Am Dienstagabend lud der Seoner Gemeinderat zum Politapéro. Es wurde über die Traktanden der bevorstehenden Sommergmeind und aktuelle Projekte informiert.

Stellten sich den Fragen der Einwohner: Hans Peter Dössegger und Otto Walti.Foto: Rinaldo Feusi

Seon ist die grösste Gemeinde im Seetal. Dementsprechend beliebt sind die Politapéros für die Einwohnerinnen und Einwohner. Was in Seon passiert, ist wichtig für die gesamte Region. So erschienen am vergangenen Dienstagabend gut 150 Interessierte, um sich über die Pläne und Visionen ihrer politischen Vertreter informieren zu lassen und an der Demokratie teilzuhaben.

Das Hallenbad ist in guten Händen.

Neu hat Seon eine Hallenbadkommission. Im Nachgang an die Gemeindeversammlung letzten November meldeten sich viele Anwohnerinnen und Anwohner, die Interesse an einer Mitarbeit hatten. Für den Gemeinderat war das erfreulich, konnte er doch mit der Zusammensetzung der neuen Kommission ein breit gefächertes Team aus verschiedensten Bevölkerungsgruppen zusammenstellen. Die Kommission hat bereits die Arbeiten aufgenommen, die in einem Pflichtenheft zusammengetragen werden. Sie zeichnet verantwortlich für den Finanzbereich und die Angebotsgestaltung. Der momentane Fokus bezieht sich aber auf die Blockhaussauna und den Einbezug der mitnutzenden Gemeinden. Der bevorstehende Ausbau des ersten Obergeschosses wird ausserhalb der Kommission begleitet. Dieser beinhaltet die PV-Anlage auf dem Dach und die zeitgemässe Anpassung der Büroräumlichkeiten.

Sportplatz gab zu reden

Das Traktandum Sportplatz wird ein teures sein. Doch Fakt ist: Beim Trainings- und Spielbetrieb stösst die Anlage an die Kapazitätsgrenze. «Der FC Seon und der FC Ataspor haben rund 400 aktive Spielerinnen und Spieler. Der Platz reicht nicht und die momentanen Plätze sind mit 80 Jahren weit über ihrem Zenit», erklärte Gemeinderat Markus Rhiner (Mitte). Ebenfalls ist die Infrastruktur sanierungsbedürftig und verfügt nicht mehr über genügend Garderoben. Im Projektbeschrieb wird ein neues Hauptspielfeld aufgeführt. Ersatz soll es bei der Platzbeleuchtung, der Ballfangzäune und den Abschrankungen geben. Ebenfalls sollen die Garderoben und die Technik des Clubhauses saniert werden. «Es gibt auch viele Mädchen, die gerne Fussball spielen. Auch sie brauchen genügend Platz für sich», fügte er an. Eine Frage, die noch nicht vollends geklärt ist, ist die nach dem Rasen. Natur- oder Kunstrasen? Der wesentlich teurere Kunstrasen kann hierbei mit vielen Vorteilen gegenüber dem Naturrasen punkten. So kann die jährliche Bespielung von 800 auf 1200 Stunden erhöht werden. Jedoch ist er hinsichtlich Vandalismus auch anfälliger auf Schäden und der Gemeinderat empfiehlt eine Umzäunung. Deutlich für den Naturrasen spricht vor allem die Lebenserwartung. Während Kunstrasen nach 12 bis 15 Jahren erneuert werden muss, hat der Naturrasen eine Lebensdauer von ganzen 50 Jahren. Ebenfalls sind Unterhalt und Abschreibung wesentlich tiefer als beim Kunstrasen. Insgesamt käme es beim Punkt Sportplatz auf Gesamtkosten von gut 3,56 Mio. Franken bei Natur- und bei Kunstrasen auf 4,58 Mio. Franken. Markus Bodmer vom FC Seon teilte den Anwesenden mit, dass eigentlich kein Weg am Kunstrasen vorbeiführen würde. «Dass diese Variante während der Evaluation aufkam, war kein emotionaler Entscheid, sondern bewusst. Wir brauchen diesen Platz, um den Umständen gerecht zu werden.»

Ideen für das Seetalschulhaus wurden präsentiert

Die Ideen fürs Seetalschulhaus präsentierte Gemeindepräsident Hans Peter Dössegger (SVP). Die Vision des Gemeinderates hat viele Facetten. «Aber wir wollen nicht einfach planen, ohne die Meinung von euch zu hören», richtete er sich an die Anwesenden. «Deswegen sind die vorgestellten Ideen auch keine Planungen, sondern Visionen.» Möglich wären Büroräumlichkeiten für Verwaltungstätigkeiten, eine Gemeinschaftspraxis für Ärzte und auch Wohnungen können eine Möglichkeit sein. «Der Gemeinderat findet noch immer, dass Seon eine Gemeinschaftspraxis braucht. Hier wäre es möglich», erläuterte er. Im substanzgeschützten Gebäude wären etwa Technik- und Lagerräume realisierbar. Ebenfalls könnte die Verwaltung den Platz brauchen. Momentan verfügt es aber noch über nicht genutzte Flächen. Im neuen Ersatzbau sind ebenfalls Tiefgarage, Technik- und Lagerräume skizziert. Verwaltungs- und Besprechungsräume sind auch hier möglich. Das erste und das zweite Obergeschoss sind noch frei. Für den neuen Ergänzungsbau sind Wohnungen, Arztpraxen und Büroräume in der Skizze aufgeführt. Eine Seonerin wollte wissen, was denn mit dem Gemeindehaus passieren würde, ob dann die Verwaltung an einem anderen Ort wäre. «Schulraum», meinte Dössegger. «Das Gemeindehaus ist schulnah und die Schule braucht immer Platz.»

Technisch wurde es beim Glasfasernetz

Die Gemeinderäte von Egliswil und Seon haben sich entschieden, zusammen mit der Genossenschaft Yetnet Kabelnetz Seon-Egliswil und den Technischen Betrieben Seon ein Glasfasernetz zu bauen. Im Unterschied zum Kupferkabel ist die Datenmenge pro Sekunde bei Glasfaser höher, was zu höherer Qualität bei allen Geräten und Anschlüssen führe. Immer mehr Leute arbeiten auch im Homeoffice. Hierbei käme es zu einer massiv besseren Performance. Ziel wäre es, dass die Glasfaserkabel flächendeckend eingeführt werden würden. Mit dem geplanten Projekt würden nicht nur interessante Überbauungen, sondern die ganze Gemeinde, auch die abgelegenen Orte, profitieren. Und das schleckt keine Geiss weg: Ein flächendeckendes Glasfasernetz muss vom Konglomerat kommen. Die Swisscom und andere Unternehmen haben keine Interessen, in den nächsten fünf Jahren Seon oder Egliswil flächendeckend zu erschliessen. Und: Das Glasfasernetz der Swisscom ist nicht diskriminierungsfrei. Mit der Neuerung könnten die Endnutzer ihre Provider selbst bestimmen.

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