Gelungene Vernissage in Bild und Ton

Seengen Im Rahmen von Polifonia Kultur begrüsste die Leiterin der Kreismusikschule Seetal zur Vernissage «Klangfarben in Bild und Ton».

Kasimir Hirt (Gesang) und Lucas Castro (Klavier) begeisterten die Anwesenden.Foto: zvg

Das Label Polifonia Kultur wurde vor gut einem Jahr ins Leben gerufen. Ziel ist es, professionelles und semiprofessionelles Kulturschaffen zu präsentieren, das in irgendeiner Form mit der Kreismusikschule Seetal (KMS Seetal) verbunden ist. Seitdem fanden bereits fünf erfolgreiche Konzerte unter diesem Namen statt.

Die KMS Seetal und die Stiftung Gärtnerhaus sind regionale, langjährig etablierte Organisation mit einem hohen Qualitätsanspruch. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen stets die Menschen: Beide Institutionen holen die Einzelnen individuell dort ab, wo sie stehen, und begleiten sie in ihrer Entwicklung. Gerade in einer Zeit, in der das Streben nach «immer schneller, immer besser, immer mehr» hinterfragt wird, übernehmen die KMS Seetal und die Stiftung Gärtnerhaus eine wichtige Rolle in der Gesellschaft. So gibt es auch immer wieder Berührungspunkte zwischen den beiden Organisationen und es entstand die Idee einer gemeinsamen Veranstaltung, die sowohl das Auge wie auch das Ohr anspricht.

Im versteckten Dialog

Auf den ersten Blick scheinen Bilder und Musik aus zwei unterschiedlichen Welten zu stammen. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, wie eng sie miteinander verbunden sind. Ihre Gemeinsamkeit liegt in der Physik: Farben und Töne sind Schwingungen, die auf den Körper und die Seele wirken und uns in Resonanz bringen. Ein warmes Rot mit seiner langen Wellenlänge berührt uns anders als ein kühles Blau. Ebenso wie Klänge können Farben beruhigen oder beleben, erden oder heilen, fröhlich oder melancholisch stimmen. Kasimir Hirt, begleitet von Lucas Castro am Klavier, verdeutlichte eindrucksvoll, wie tief musikalische Schwingungen unser Innerstes erreichen können. Bewegende Balladen mit nachdenklichen und melancholischen Nuancen berührten das Publikum sichtlich.

Die Stiftungsleiterin des Gärtnerhauses, Karin Filli, und der Leiter des Malateliers, Cyrill Telser, berichteten anschaulich von der Arbeit in der Stiftung und der Entstehung der präsentierten Bilder. Das Eintauchen in Farben, Klänge und Schwingungen ist auch weiterhin möglich: Die Ausstellung ist noch bis Ende Februar zu sehen, jeweils von Montag bis Freitag während der regulären Öffnungszeiten des Schulgebäudes Polifonia in Seengen. (pd)

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