Es gilt ernst mit Standortförderung

An der Vorstandssitzung in Fahrwangen machte der Gemeindeverband Lebensraum Lenzburg Seetal vorwärts mit der Standortförderung. Stelleninhaberin Mani Sokoll stellte sich vor und die neue Kerngruppe wurde gebildet.

Sorgen für Standortförderung im «Lebensraum Lenzburg Seetal»: Stelleninhaberin Mani Sokoll und Kerngruppenpräsidentin Maya Bally stimmen an der Vorstandssitzung in Fahrwangen ihre Termine ab. Foto: Fritz Thut
Sorgen für Standortförderung im «Lebensraum Lenzburg Seetal»: Stelleninhaberin Mani Sokoll und Kerngruppenpräsidentin Maya Bally stimmen an der Vorstandssitzung in Fahrwangen ihre Termine ab. Foto: Fritz Thut

Die erste Vorstandssitzung des Gemeindeverbandes Lebensraum Lenzburg Seetal (LLS) in der Amtsperiode 2018–2021 in der Aula des Fahrwanger Primarschulhauses war geprägt von vielen neuen Gesichtern. In etlichen Gemeinden hat der Delegierte, der meistens mit dem Gemeindeammann identisch ist, geändert.

Nicht so in Lenzburg. Stadtammann und LLS-Präsident Daniel Mosimann konnte dafür mit Gemeindeammann Andrea Kuzma erstmals eine Vertretung von Dürrenäsch begrüssen. Dürrenäsch ist das 26. Mitglied des Gemeindeverbandes.

Umsetzung der Vorwärtsstrategie

Dem Geschäftsbericht 2017, dem die Delegierten diskussions- und oppositionslos zustimmten, kann entnommen werden, dass das letzte Jahr von der Diskussion über die strategische Ausrichtung geprägt war. Mit den drei englischen Adjektiven powerful (innovationsfreundliche Region für KMU und Industrie), beautiful (attraktive Wohnregion) und tasteful (Genuss- und Schlossregion) hat man drei Stossrichtungen definiert.

Ende des Jahres beschlossen die Vorstandsmitglieder zudem die Schaffung einer eigenen Teilzeitstelle für die Belange der Standortförderung.

Mani Sokoll besucht Gemeinden

Inzwischen wurde die Stelle besetzt und Inhaberin Mani Sokoll konnte sich in Fahrwangen vorstellen. Die Mediatorin war 2014 kurzzeitig Gemeinderätin in Leutwil, arbeitete danach in Nicaragua, besitzt Erfahrungen in der Standortförderung (etwa sechs Jahre in der Region Baden) und hat sich in der neuen Aufgabe schon gut eingelebt: «Die Arbeit macht Spass. Ich habe gemerkt, dass mein Netzwerk gut funktioniert.»

Sokoll übt ihr 60-Prozent-Pensum in der Regel von Montag bis Mittwoch aus. Sie ist Anlaufstelle für alle Belange der Standortförderung, und zwar sowohl LLS-intern für die angeschlossenen Gemeinden als auch für externe Anfragen. Intern hat sie bereits mit Besuchen bei den Gemeinden begonnen. «Es ist mir wichtig, Stimmen und Stimmungen vor Ort abzuholen.» Zwei grosse Projekte stehen während der Startphase im Zentrum: Der Aufbau einer Immobilien-Datenbank und die Pflege der Genuss- und Schlossregion.

Unterstützt wird Sokoll von der in Fahrwangen aus der Taufe gehobenen Kerngruppe Standortförderung, die die bisherigen Kerngruppen Wirtschaft und Regio Marketing zusammenführt und ablöst. Als Präsidentin dieses Gremiums wurde Grossrätin Maya Bally (Hendschiken) gewählt. Sie habe die Entwicklung des «Lebensraums» mit Interesse verfolgt. «Das ist eine gute Sache», erklärte sie vor den Gemeindevertretern. Sie sei von der definierten Strategie angetan und deshalb habe sie nach der Anfrage zugesagt: «Ich bin sehr gerne bereit, etwas zur Entwicklung des ‹Lebensraums› beizutragen.»

LLS-Geschäftsführer Jörg Kyburz machte auf die nächsten Anlässe aufmerksam. Etwa auf das bereits zur Tradition gewordene Forum «Wirtschaft trifft Politik», das am 21. August ebenfalls im Zeichen der Standortförderung stehen wird. Details stehen noch nicht fest, aber ein Arbeitstitel lautet «Bringen Schlösser Arbeitsplätze?».

Rechnung positiv, aber unrevidiert

Die andern Geschäfte an der Vorstandssitzung in Fahrwangen warfen ebenfalls keine hohen Wellen. Die Jahresrechnung, die aus buchungstechnischen Gründen mit einem über Gebühr hohen Gewinn von 76000 Franken abschliesst, konnte erst zur Kenntnis genommen und noch nicht abgesegnet werden, da die ordentliche Revision noch nicht erfolgen konnte.

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