Ein halbes Jahrhundert am Puls der Film- und Video-Technik

Seon Mit einem Tag der offenen Tür im Restaurant Frohsinn in Seon feiert der Film- und Videoclub Seetal an diesem Samstag seinen 50. Geburtstag. Besucher können alte Videos beurteilen lassen.

Sie bilden den aktuellen Vorstand des Film- und Videoclubs Seetal: Gerätewart Markus Fischer, Kassierin Barbara Kohler, Präsident Ernst Wiederkehr und Aktuar Urs Jeker. Foto: zvg
Sie bilden den aktuellen Vorstand des Film- und Videoclubs Seetal: Gerätewart Markus Fischer, Kassierin Barbara Kohler, Präsident Ernst Wiederkehr und Aktuar Urs Jeker. Foto: zvg

Ein halbes Jahrhundert gibt es den Film- und Videoclub Seetal bereits. Auf der vereinseigenen Internetseite steht allerdings nur noch «Videoclub». «Diese Kurzform auf der Homepage wurde gewählt, weil das Thema Film in den Hintergrund gerückt ist», so Vorstandsmitglied Markus Fischer.

Bei der Vereinsgründung dominierte bei Privatpersonen, die ihr Umfeld, meistens Motive aus dem Familienleben, in bewegten Bildern festhalten wollten, das  Filmformat Super 8. Durch den Zusammenschluss von Gleichgesinnten wollte man im Verein die Qualität der selbst gedrehten Streifen heben. Mit dem Austausch und Vergleich blieben die Mitglieder am Puls der Zeit – auch technisch. Schon bald, in den späten 1970er-Jahren, tauchte mit VHS ein erstes Videosystem für Herr Jedermann auf. Inzwischen werden Bewegtbilder mit dem Handy erfasst, auf Chips gespeichert und der Computer dient als Schnittplatz.

Zeitintensives Hobby

«Als Verein haben wir den Übergang von analog zu digital schnell vollzogen», so Gerätewart Fischer. Die Technik habe sich stets «stark gewandelt», doch: «Wir haben immer ambitionierte Mitglieder, die am Puls bleiben.» Der Austausch erfolgt in monatlichen Treffen am ersten Mittwoch im Clublokal in Seon. Neben gesellschaftlichen Aspekten dominieren hier Fachdiskussionen.

Dabei geht es nicht nur um rein technische Details, sondern man versorgt sich gegenseitig mit Tipps. Die reichen von der Aufnahme bis zur Nachbearbeitung. Das Schneiden erfolgt heute auch elektronisch und ist trotzdem aufwändig. «Filmen ist ein zeitintensives Hobby. In einer Minute Film stecken durchschnittlich zwei Stunden Arbeit», so Fischer.

Eigene Videos mitbringen 

Der Film- und Videoclub  Seetal präsentiert sich zum Jubiläum am Samstag, 15. April, von 10 bis 16 Uhr im Restaurant Frohsinn in Seon. Gezeigt werden unter anderem Höhepunkte im Schaffen der eigenen Mitglieder. Darunter sind beispielsweise Aufnahmen vom 150-Jahr-Jubiläum des Lenzburger Freischarenmanövers im Jahr 2002 oder vom Meitlisonntagsbrauch in Meisterschwanden und Fahrwangen.

Zudem wird das Schneiden am PC oder die Digitalisierung von alten Filmen und Videos gezeigt. «Die Besucher sind eingeladen, ihre alten Videos mitzubringen. Sie können vor Ort auf ihren Zustand geprüft werden», verspricht Fischer.

Film- und Videoclub Seetal. 50-Jahr-Jubiläum: Samstag, 15. April, 10 bis 16 Uhr, Restaurant Frohsinn Seon.
Internet: www.videoclubseetal.jimdofree.com

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